Archiv für December 2003

Adventures

Erstmal allen frohe Weihnachten. Da mir dieses Jahr leider nichts beschert wurde was mich den abend lang beschäftigt hätte, hab ich mich mal wieder im Internet herumgetrieben und bin über insertcredit auf einen wirklich tollen Artikel über Adventure-Spiele gestoßen. Es ist schwierig den hier zusammenzufassen, weil er recht umfassend ist und so ziemlich alles behandelt, was man in Bezug auf Adventures behandeln kann. Dabei hat er mir sogar einige aktuelle Games schmackhaft gemacht, wo ich doch bisher einzig und allein auf LucasArts geschworen hab’ und nach einem kleinen Versuch mit Runaway als Vertreter der aktuellen Adventure-Generation in diesem Glauben noch bestärkt wurde. Ein Fehler wie mir jetzt scheint. Jedenfalls: wer sich für Adventures, egal welcher Richtung interessiert, sollte mal einen Blick in den Artikel werfen. Dabei noch eine Frage: Hat einer von euch Grim Fandango? Wenn ja, bitte melden!

Prince Of Persia ist übrigens nicht halb so toll wie alle behaupten. Schuld sind daran vor allem die überflüssigen, frustrierend unfairen und sauschweren Kämpfe. Ds kann man sich so vorstellen: Man spielt das eigentlich Spiel, und alle 3-4 Räume schmeißt Ubi-Soft mit Horden von Sand-Zombies auf einen. Erst ist es immer nur eine kleine Gruppe, aber hat man die alle plattgemacht (SEHR umständlich: Erst zu Boden bringen, dann mit dem Dagger-Of-Time erstechen) kommen neue. Wenn man von dieser zweiten Welle einen tötet, kommt SOFORT ein neuer aus dem Nichts. Die Viecher sind zwar grottendämlich und hauen sich auch schonmal selber aus den Latschen, aber sind inzwischen so stark, das sie fast alles blocken können und im Gegenzug MICH ungeblockt hauen dürfen. Wenn man dann mal einem an die Pelle geht, stehen immer 3 andere mit Vorschlaghämmern hinter einem und kloppen fröhlich dazwischen. Wegrennen ist auch nicht, denn Zombies sind von natur aus fußfaul und beamen sich einfach vor, oder IN einen hinein. Nachdem man dann 15 Minuten gegen unmengen der immergleichen Gegner kämpft, wird man das Gefühl nicht los, das diese irgendwie nur als Füllmaterial dienen, dass davon ablenkt, dass das Spiel doch arg kurz geraten ist. Anders kann man sich das nicht erklären, die Kämpfe sind einfach nur sinnlos. Sehr schade eigentlich denn das herumhüpfen in der irrwitzigen Levels (wer baut ein 60m hohes Gefängnis ohne Treppen?) ist im Gegensatz sehr gut gelungen.

Beware of trash!

Bevor sich jemand ungluecklich macht (so wie ich), lasst bloss die Finger von Blade & Sword und One Must Fall: Battlegrounds

Blade & Sword ist im Endeffekt wie Diablo (was der Grund fuer mein Interesse war), jedoch ohne die guten Features. Das Item System abgeschafft (jedenfalls hab ich bis LVL 11 keine gefunden, geschweige denn ‘ne Waffe), Attribute werden automatisch verteilt und die Grafk ist unter aller Sau. Was bleibt sind 140 Stunden Oednis ohne 1x die linke Maustaste loszulassen. Ein bischen wie Crimsonland, mit dem Unterschied, dass das Spass macht.

OMF:Battlegrounds ist der Nachfolger des, mittlerweile als Freeware erhaeltlichen, OMF 2097. An dieses Spiel hab ich meine Jugend verschwendet verdammt! Und jetzt praesentiert man mir so einen mueden Abklatsch in 3D, IN 3D! Dass das Gameplay super langsam und die Steuerung unglaublich crappy ist traegt nicht unbedingt zu meiner Erheiterung bei, spielt sich irgendwie wie ein schlechter Konsolen Port. Ich muss zugeben, dass ich so schockiert war, dass ich es gar nicht mehr mit hoeherer Geschwindigkeit probiert habe. Sobald ich wieder ein vernuenftiges Gamepad mein eigen nenne, werd ich mir das nochmal im Multiplayer angucken, die Hoffnung stirbt zuletzt…

Vielleicht hab’ ich OMF 2097 auch besser in Erinnerung als es war, nostalgische Verklaerung und so, ging mir in letzter Zeit oft so.

LOTR galore

So, die lange Lord of the Rings Nacht ist vorbei und im direkten Vergleich kann ich sagen, der 3. ist der beste. Spaeter dazu mehr, nach 12 Stunden Kinosessel brauch ich jetzt erstmal Schlaf…

Der versprochene Nachtrag:

Wir waren im Cinemaxx, aus dem einfachen Grunde, dass man da problemlos in seinem Sessel liegen kann ohne an die naechste Sitzreihe zu stossen. Im UCI haette ich mir 12 Stunden wohl nicht angetan. Bin ja schon froh, dass sich Kinos generell zu solchen Tempeln entwickelt haben, ‘Residenz kleines Haus’ anyone?

Das Triple lief in 9 von 10 Kinos wenn ich das richtig gesehen hab, was so ~1900 Sitzplaetze bedeutet von denen um 15:30 auch bis auf 200 alle verkauft waren. Ich gehe mal davon aus, dass bis zum Beginn um 17:00 die restlichen auch weg waren. Liess sich aber weder im Parkhaus noch in der Lobby merken, wo die ganzen Leute steckten sollte mir erst spaeter klar werden.

Nach einem kurzen Abstecher zur Doener Meile, bei Doener fuer 1,80€ kann ich einfach nicht nein sagen, waren wir dann so ca. 16:00 am Kino. Das Erste was mir auffiel war der Nazgul, der mit grosser Schaufel bewaffnet, damit beschaeftigt war den Pferdemist vor dem Eingang wegzuschaufeln. Zur Belohnung fuer das Posen vor dem Eingang gabs auf Nachfrage meinerseits 2 Freikarten fuer die Maedels, fuer die Pferde nix. Da hab ich lieber meine 14,50€ abgedrueckt.

Am Saal angekommen stellte sich dann raus wo die ganzen Leute waren, naemlich im verdammten Saal, so dass uns nur die 4. Reihe blieb wenigstens mittig und neben uns jeweils ein Platz frei, der auch bis zu Ende, unter Einsatz unseres Lebens und dem unserer Jacken, freibleiben sollte. Wenigstens etwas… Anfangs erwies es sich als etwas stoerend naeher an der Leinwand zu sitzen als besagte breit ist aber so ab der Mitte des 2. Teils waren meine Augen so kaputt, dass die Unschaerfe gar nicht mehr auffiel, auch der Fisheye Quake Effekt legte sich etwas. Im Kino war es ziemlich kuehl, was sich aber insgesamt positiv auf meine Muedigkeit auswirkte. Ansonsten fiel mir eigentlich nur auf, dass der Freak Faktor groesser als erwartet war (Soviele schmerbaeuchige, langhaarige ‘Wacken Open Air’ Traeger hab’ ich auf einem Haufen noch nicht gesehen) aber auch viele >40 Jaehrige anwesend waren, die so gar nicht nach 12 Stunden Kino Vergnuegen aussahen. Ausserdem schienen wir die einzigen zu sein, die keinen grossen Rucksack voller Thermoskannen, Kissen und Fressalien unser eigen nennen konnten.

Der 1. Teil verlief mehr als zaeh, ich weiss nicht ob’s daran lag, dass ich den zum 6. oder 7. mal gesehen hab’ oder ob der einfach der schlechteste von den dreien ist. Jedenfalls hatte ich ausreichend Zeit ueber Gott und die Welt nachzudenken und auf Szenen genauer zu achten die mir im Nachhinein doch etwas thrashig vorkamen. Galadriels Auftritt als Frodo ihr den Ring geben will zum Beispiel…

In der Pause zwischen dem 1. und dem 2. gab’s dann erstmal soviel Nikotin, wie meine kleinen Lungen fassen konnten. Ging wohl nicht nur mir so, denn auf dem Gang vor den 5 Kinos trieb’s selbst mir als abgebruehter Konsument, innerhalb kuerzester Zeit die Traenen in die Augen und die Luft aus den Lungen. Also erstmal bisken laufen und aus dem Nebel raus. Auf dem Weg nach vorne entdeckten wir dann den grossen Stand eines externen Caterings die zu halbwegs humanen Preisen, Wuerstchen Frikadellen, Salat und belegte Broetchen unter die Leute brachten. Nachdem ich dann meinen halben Liter Cola fuer dezente 2,60€ fast wieder in den Automaten gepruegelt hatte, versicherte mir die Kassiererin, dass man die erheblich billigeren Getraenke aufgrund von Knebelvertraegen mit dem Kino erst ab 1:00 verkaufen duerfe.

Der 2. Teil ging dann deutlich besser rum als der 1., so dass nach einer 2. Pause so gegen 0:15 dann der 3. anfangen konnte.

Wie bereits erwaehnt, ist das definitiv der beste der 3, die verschiedenen Parallelhandlungen werden ordentlich vorangepeitscht. Nix mit Langeweile wie im 1… Die Animationen sind klasse und die Kaempfe episch. Die Schlachten um Minas Tirith und am schwarzen Tor sind brilliant, leiden aber etwas an den Problemen der anderen beiden, recht heftige Schnitte und wilde Kamerafahrten… Mehr Blut und FSK16 hatten dem Film auch nicht geschadet, wohl aber dem Umsatz. Nicht so gut gefallen hat mir das kitschige Ende, kann mich aber beim besten Willen nicht mehr an das genaue Ende im Buch erinnern, ist schon ein paar Jahre her. Oh, und die klassische Musik ging mir gegen Ende etwas auf den Keks, liegt aber wohl an meiner generellen Abneigung gegen klassische Musik als Stilmittel fuer spannende Momente.

Mehr will ich, was den konkreten Film angeht, nicht verraten. Ich geh’ mal davon aus, dass die meisten den noch nicht gesehen haben. Nachholen!

Gamers.com User Reviews

Bei gamers.com gibt es die tolle Möglichkeit der User Reviews. Das führt dann zu solchen Ergüssen wie hier im Falle von Manhunt:

Nummer 1:

The **bleep** that says Gaystation 2 and XCox rape The mighty Nintendo in the ear is a bandwagoning bitch. His family and him gangbang each other every night as a family activy and playing soccer with their Gaystation 2. Might as well, that’s all it’s good for. Let me guess you got both systems so that if one falls off you can be poser and remind people you have BOTH. **bleep** bitch what a fu.kin’ waste of money. I heard Bluespncr gets ass raped by Gaystation 2 fans, it’s some gay ritual Gaystation fans hold every night. They join the gangbangs with Bluespncr’s family. Shut the **bleep** up you sister **bleep**ing, bandwagon heroe playin’ mother and father **bleep**er. Sony is Nintendo’s bitch, we created you and now we’re takin you out just like a pimp with do to his bitches. XCox you’re next!!!! As for Raziel_1616, ya’ heard of RKelly? If not he likes to do teenagers and he’s full grown(hmmm…that’s why you like 16, you child **bleep**er). Immature? Me? Now look, that’s not what your mother said, she said something like…oh yeah “**bleep** ME HARDER” and “JUST PUT IT IN MY MOUTH”. Next time you fanboy faggots will stay out of GC’s reviews unless you got honest reviews. Don’t make me come back here…bitches. Greatest Gaming Moment: Putting Bluespncr on the corner and giving him a dolla’ at the end of the day after him and Raziel_1616 assraped each other time and time again. By the way, how do you like my maturity motha**bleep**a’s. Pros: all Cons: nothing i love this game This Game rules, and is only for playstation 2 (ha ha ha ha gaybox and nintendo gaycube sucks). Good graphics and blood (a lot of blood). PLAYSTATION 2 ROCKS……………… Time Played: 100+ hours KingTimberwolf Recommends Manhunt to: · Everybody

Nummer 2:

Pros: raping women Cons: cops come to da house utter s h it s h it puss ie fucck dammn you all suck dicck this game sucks yl;hreapyerayreaugvihbbyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyy fu ck ou all you son of a biitchas you have 10 pusssies each go to helll you fuccken biitches Greatest Gaming Moment: fuccken a she-he’s di ck Time Played: 0-1 hours postally Recommends Manhunt to: · Casual Gamer · Hardcore Gamer · Genre Specialist · Multiplayer Gamer · Everybody

Culture Shock

Wo wir gerade bei prüfungstechnischen Debüts sind - diesen Montag hatte ich meine Zwischenprüfung in den Grundlagen der künstlerischen Gestaltung.

Vorab, die Übungen in den künstlerischen Gestaltungsgrundlagen haben zum Ziel, uns (den geneigten Komm.-Des.-Studenten) einen Sinn für so grundlegende Elemente wie Bildkomposition, Formgliederung, Kontrast, Dynamik etc. zu vermitteln. Der Haken an der Sache ist, dass man über diese Dinge auch locker mehrsemestrige Vorlesungen halten könnte, wir aber zu jedem Teilbereich nur eine Aufgabe bekommen, die innerhalb einer Woche zuhause fertiggestellt wird, um 7 Tage später vom Prof niedergemacht zu werden. Der beabsichtigte pädagogische Endeffekt ist, so meine Vermutung, den psychischen Widerstand des Studenten in kleine Krümel zu zermörsern und ihn dazu zu bringen, sich endlich mal richtig Mühe zu geben und diese albernen Vorstellungen von 6 Stunden Schlaf am Tag aufzugeben. Und wem das zuviele Worte sind: So oder so ähnlich Ähnlich sehen die Endprodukte dann aus.

Punkt ist, ich hab mir zuwenig Mühe gegeben. O-Ton: “2.7 … Sie sind Foto und Grafik, oder? Nur Grafik? Hmmm, hmnjhm, da muss aber noch mehr für kommen.” Und für so etwas schlägt man sich dann bis 2 Uhr morgens mit dem Duktus rum, bin hoch erfreut. Eigentlich wollte ich mich darüber auslassen, dass so ein “einfacher Pinselschwinger” (Zitat von Professor Pinselschwinger selbst) überhaupt in der Position ist, mich jeden Montag mit unverständlich genuschelten Fachbegriffen und unscharfen Diashows zu bombardieren und anschließend daran darauf aufmerksam zu machen, dass ich den Mist von letzter Woche wieder vollkommen daneben gesetzt habe. Ich krieg schon Psychosen! Aber leider ist der Mann in seinem Fachbereich wohl doch nicht so “einfach”, wenn man dieser kurzen Biografie Glauben schenken darf.

über die Frage, ob von Georgi neben seinen knapp 17 Jahren Studium jemals die Gelegenheit gefunden hat, richtige Arbeit zu verrichten, lässt sich streiten. Aber die Frage nach Kompetenz will ich einem Meisterschüler der KA Düsseldorf eigentlich nicht an den Kopf werfen, sonst haut der mich noch mit seiner Pfeife tot.

Ich möchte an dieser Stelle noch auf zwei weitere exzellente Herrschaften aufmerksam machen, deren Weisheiten ich glücklicherweise lauschen darf: Da wäre der Prof in den Grundlagen der zeichnerischen Darstellung, Professor Manfred Vogel (auch Kunstakademie, außerdem zeichnet er immer ganz tolle Verbesserungen mitten in meine Bilder rein …) und The Man Doktor Claus Pias, der unter anderem Mit-Herausgeber der aktuellen Medienkulturbibel ist und nebenbei richtig gut aussieht, ein bisschen wie Hugh Grant (das stammt natürlich von meinen Kommilitoninnen). Studieren macht gleich doppelt so viel Spaß, wenn man sich vergewissert hat, dass man vernünftigen Leuten zuhört.