Uni-Party
Obwohl ich irgendwie überhaupt gar keine Lust hatte, mich alleine ins Erstsemester-Getümmel zu schmeissen, bin ich am Freitag Abend doch noch auf unsere KD-1-Party gegangen und muss gestehen, das war zur Abwechslung mal eine richtig gute Entscheidung. Mal abgesehen von der tollen Deko, den billigen Getränken und der erstklassigen Musik- und Lichtanlage hat außerdem das mir bis Dato vollkommen unbekannte Dj-Duo Palettaflash (Tanzrapid) aufgelegt (und damit meine ich richtig aufgelegt, nicht einfach nur im Daddy/Pulp-Style alle fünf Minuten die CD gewechselt).
Das resultierte darin, dass ich nach langer Zeit erstmals wieder bei einer Party auf die Uhr geschaut habe, um zu wissen, wie spät es ist, anstatt festzustellen, wie lange es noch bis zur ersten S-Bahn dauert; das gute Duo Palettaflash hat nämlich unter anderem ganz erstklassigen (Merke die divergierenden Bedeutungen des Prädikats “Erstklassig” in Sachen Musik unter den Autoren dieser Seite), ich wiederhole: erstklassigen Drum’n'Bass herübergebracht. Nach dieser positiv-traumatischen Erfahrung werd ich mir wohl fürs nächste Wochenende eine Packung Leuchtstäbchen besorgen und dem Chism-Club mal einen Besuch abstatten ;)
Nach der Rückfahrt (von 4.40 bis 6.00 Uhr) hab ich mir dann noch zwei Stunden Schlaf gegönnt, bevor ich wieder hin bin (10.17 bis 11.00, irgendwie kürzer) um meinen ganzen Müll auch wieder aufzuräumen. Wichtige Erfahrungen hieraus: Auch apokalyptische Hygienezustände in Zeichenräumen mit fiesem Filzteppich lassen sich mit der Hilfe von kaputten alten Besen, blauen Müllsäcken und genügen Chlor-Reiniger innerhalb von wenigen Stunden beseitigen. Außerdem: angetrocknetes Blut lässt sich relativ leicht abwaschen, solange der Vorbesitzer es nur über beide Spiegel, Waschbecken und drei von vier Wänden der Herrentoilette verteilt.
Zudem ist mein Paket aus Berlin angekommen, heisse Ware mit nur zwei Tagen Lieferzeit sozusagen. Inhalt: Mein Melt-Banana-T-Shirt, meine Melt-Banana-CD, mein Melt-Banana-T-Shirt, Marians Melt-Banana-T-Shirt, und mein Melt-Banana-T-Shirt. Denn wenn ich aus meinen Londoner Atari-T-Shirt-Gewohnheiten etwas gelernt habe, dann ist es folgendes: Zwei T-Shirts von einer Sorte sind nicht genug.
So, nun muss ich erstmal die restlichen sechs Stunden Schlaf nachholen, nach denen mein zarter Körper gerade schreit, und dann werd ich sehen, wen ich mit meiner Melt-Banana-CD belästigen kann.

