Archiv für September 2004

Dingdong

Ich glaub es wird Zeit das ich mich mal wieder melde.
Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, dass ich hier das letzte mal gepostet habe. Seitdem ist auch ‘ne Menge passiert. Na gut, je nachdem wie man “passiert” definieren will.

Weisheitszähe
Tjoa, jetzt hab ich vier Zähne weniger. Dafür 2 riesige Löcher im Kiefer, die inzwischen langsam zuwachsen. Ich hab’ mir das ganze irgendwie schlimmer vorgestellt. Die ersten paar Tage nach der OP waren zwar nicht so dolle, aber dank einer Gläschen-Nahrung/Schmerztabletten-Diät auszuhalten. Nachdem die Fäden raus waren gings ganz gut, inzwischen kann ich wieder ganz normal essen, muss nur jedesmal hinterher mit einer Spritze meine Krater ausspülen.

Xbox
Mit pocherndem Kiefer ne Woche hier rumzuliegen war nicht so prickelnd, da hab ich den lang gehegten Plan mir einer Xbox zu kaufen in die Tat umgesetzt und muss sagen dass ich nicht enttäuscht bin. Zumindest nicht von der Xbox. Die Emulatoren und der Media-Player funktionieren hervorragend. Der eigentliche Anstoß mir die Kiste endlich zu holen war das letzte Woche erschienene Fable und das war eine Enttäuschung. Ich würde gerne ein ausführliches Review schreiben, allerdings werd’ ich da kaum zu kommen, da ich mich ab morgen auf die anstehende DAP2-Klausur vorbereiten will. Nur soviel: Man sieht Fable ständig an, was es hätte werden können. Leider hat es kaum eines der selbstgesteckten Ziele erreicht. Alles in allem bleibt ein maues Action-Rollenspiel mit unglaublich uninteressanter Story und beschissener Steuerung übrig.

Berlin
Berlin war cool. Ich fahr im November noch mal hin.

später mehr…

Fragdieb war kreativ

Spielt hier zufällig noch jemand GTA Vice City? Womöglich auch noch für den PC? Und steht auch noch auf total exotische Sportwagendesigns und darauf, an Spielen herumzubasteln? Dann könnte meine neueste Kreation interessant sein: hierhinter verbirgt sie sich.

The Über-SUV

Das Automobil in seiner sinnlos-amerikanischsten Form, das Sport Utility Vehicle nimmt immer bizarrere Formen an:


International CXT

Laut den technischen Daten auf der Website wiegt dieses Ungetüm 14.500 amerikanische Pfund, also etwa 6,5 metrische Tonnen, und das ist das Leergewicht. Angetrieben wird es von einem 7,7 liter 6 Zylinder Diesel mit atemberaubenden 220 PS, womit es mit einer Gallone Diesel ca 7 Meilen weit kommt. Das entspricht einem Verbrauch von etwa 35-40 Litern Diesel und damit etwa soviel, wie ein Linienbus im Stadtverkehr verbrennt. Das ganze nennt International Trucks “outstanding fuel efficency”. Sinn hat das ganze relativ wenig, Transportieren kann man mit dem Gerät satte 5 Personen und hat dahinter eine Ladefläche von vielleicht 2 Quadratmetern, dafür aber Ledersitze und edelste Innenausstattung, für den Fast-Geschenkt-Preis von $50.000. Ein nettes Spielzeug für Texaner, Ölscheichs und alle, die geistig immer noch schwere Erdbewegungsarbeiten im Sandkasten vornehmen. Wahrscheinlich kommt bald die West-Coast-Customs Version für Gangstaz raus, da das Ding serienmäßig schon 22,5″ Zoll Felgen hat, kann man da bestimmt auch 28″er Felgen mit 485/25er Schluffen draufpacken, wenn einem denn Giovanna und Pirelli sowas produzieren.

Irgendwie muss ich dabei immer an die Radiowerbungen für den “Maibatsu Monstrosity” in GTA3 denken…”so what if it runs 3 miles on a gallon? I’m a mum, not an economist!”

Multitasking

Nachdem ich gestern meine vorerst letzte Klausur in Fertigungslehre geschrieben habe, bin ich einem Phänomen begegnet, dass mir nicht das erste Mal passiert ist.

In den letzten 2 Wochen, in denen ich mich intensiv auf besagte Klausur vorbereitet habe, fielen mir ständig Dinge ein, die ich tun musste/wollte, zu denen ich aber wegen des Lernens nicht gekommen bin. Sobald ich von der Klausur wieder zuhause war, wusste ich auf einmal nichts mehr. Ich hatte keine Ahnung was ich machen sollte und hing den halben Tag nur frustriert und antriebslos auf dem Bett herum. Selbst wenn ich krampfhaft versuchte mir etwas in Gedächtnis zu rufen was ich jetzt endlich tun könne fiel mir nix ein.
Heute wars ähnlich. Nachdem ich verkatert viel zu früh aufgewacht bin (Nacht mit Jesse, Bier und Zombiefilm (Dawn of the Dead, netter Film) verbracht) ging ersma wegen hämmerndem Kopf und Polka in der Magengegend nichts. Als ich gegen Mittag wieder klar kam, gleiche Situation wie am Vortag. Apathie und Lustlosigkeit. Gestern hatte ich mir vorgenommen, heute morgen ein paar kleine Erledigungen zu machen. Als ich wieder fahrtüchtig war, fiel mir nicht mehr ein wohin ich überhaupt fahren wollte, also hab ich, weil die häßliche Stelle im CD-Regal mich störte, alle meine Visions-Sampler (in Papphüllen) sortiert und durchgehört. Irgendwann hab ich mich dann aufgerafft und mein Fahrrad auseinander geschraubt. Immerhin kann ich jetzt nächste Woche zu Kuhnen damit, endlich neue Zahnräder draufmachen lassen.

Heute abend bin ich bei Slashdot auf die News The Downside of ‘Hypertasking’ gestoßen. Es geht darum, dass die Tendenz, immer mehr Sachen gleichzeitig zu machen die Produktivität stark einschränkt statt sie zu erhöhen. Die dazugehörigen Kommentare sind auch fast alle ziemlich interessant. Neben dem Hypertasking wird in den Kommentaren auch viel über die Nachteile von Echtzeitkommunikation (Handy, Instant Messages) und Email in Hinsicht auf die Arbeitsleistung geredet. Menschen sind selten Herr über die Technologie die sie benutzen (In Soviet Russia, Technology uses you!) und lassen sich zu Dingen verleiten zu denen das Gehirn gar nicht fähig ist. Für weitere Details bitte den Artikel lesen.

Die Sache ist ist die: genau das Thema hat mich während meiner Klausurvorbereitung auch betroffen. Da ich keinen Bock habe auf englisch auf slashdot zu posten, gebe ich hier meinen Senf ab:
Ich kam nicht recht in die Gänge mit dem Klausur-Krempel. Als ich irgendwann im Keller im Gästezimmer meinen alten Schreibtisch aufgebaut und mit nichts als einer Lampe, meinem Laptop, Papier, einem Kuli und einer Flasche Wasser ausgestattet habe lief auf einmal alles wie von selbst. Die angenehmere Luft im Keller (kühl und trocken, statt heiß und stickig in meinem Zimmer) hat sicherlich einen Teil beigetragen, aber sehr wichtig war vor allem die Tatsache, um mich herum keine Ablenkung zu haben. Um mich herum waren keine überflüssigen Gegenstände mit denen ich mich hätte beschäftigen können, auf dem Laptop sind kaum Programme installiert und vor allem gibts im Keller keinen Internetzugang. Aber auch akustische und visuelle Reize gibts im Keller viel weniger als in meinem Zimmer, ausser der Waschmaschine, die durch 2 Türen von mir getrennt war gibts da unten nichts, nichtmal aus dem Fenster gucken kann man.
Natürlich hab ich auch ab und zu oben gearbeitet und da konnte ich folgendes feststellen. Sowohl Timo, Felix und Hausi haben sich auch alle auf Klausuren vorbereitet und zum ersten mal ist (zumindest nach meinem empfinden) massiver gebraucht vom DND-Status bei ICQ gemacht worden. Ich selbst habe das Ding überhaupt zum ersten Mal eingesetzt. Dank Mirandas extremer Flexibilität hab ich mir sowohl Sounds als auch das ScrollLockNotify im DND-Modus abgeschaltet. Der Monitor ist eh immer aus wenn ich nicht gerade am Rechner arbeite, keine Chance also das mich jemand nerven konnte.
Obwohl die Wirksamkeit an sich eigentlich nicht verwunderlich sein sollte, hat mich die Quantität des Erfolgs dieser Maßnahmen beeindruckt.

Kleine SM-Bastelwerkstatt

Hehe, auf der Suche nach Tipps wie ich die Sitzbank meines Motorrads am besten neu beziehe spuckt Google mir doch glatt das hier aus: Kleine Leder Bastelwerkstatt