Produktiver Tag
6:00 Aufstehen 6:45 Haus Verlassen (5 Minuten zu spät), abhetzen zur S-Bahn 6:57 Die S-Bahn müsste kommen 7:00 “Die S-Bahn Richtung Dortmund über Duisburg, Essen, Bochum hat 25 Minuten Verspätung” 7:07 Timo un ich beschließen dass sich unter diesen Bedingungen der Besuch der WR-orlesung nicht lohnt 7:20 Ich bin wieder zuhause 7:25 Ich mache den Mechanik Übungszettel der von 10-12 besprochen wird 7:35 Ich bin fertig und beschließe dass sich der Besuch der Mechanik Übung damit auch erübrigt hat 8:30 Ich spiele Ninja Gaiden 10:30 Ich überlege ob sich SWT überhaupt auch noch lohnt 10:40 Ich fahre dann doch zur S-Bahn 10:50 Ich treffe meine alte Englischlehrerin Frau Haas am Bahnsteig. Zum Glück hat die nicht viel Zeit 10:57 “Die S-Bahn Richtung Dortmund über Duisburg, Essen, Bochum hat 10 Minuten Verspätung”, nagut, 10 minuten, ausserdem is Diki dabei
Die Platzwahl in der S-Bahn ist eine Kunst für sich. Heute hab ich nicht drauf geachtet und meinen Platz schlecht gewählt. Bis Essen musste ich die ganze Zeit in die hohlen Gesichter einer Familie starren, die gerade aus dem Urlaub wiederkamen. Keiner von denen hat geredet, keiner eine Miene verzogen. Ich finde solche ausdruckslosen Gesichter unerträglich. Die Tochter ( ~16) rollt mit den Augen und kaut Kaugummi. Die Mutter hat eine ganz ganz fiese Dauerwelle, die Oma hat kleine Augen und eine ebenso unmögliche Frisur. So Art Oma-Afro in Grau, aber eher kurz. Nachdem die endlich ausgestiegen sind will ich ein bißchen Super Mario Bros 3 spielen, versage aber kläglich in dem Level das mir schon seit Monaten Schwierigkeiten macht. Eine Station später steigt ein ~14jähriger ein: An den Füßen sowas wie Chucks, ganz in schwarz, komische Cargo-Hose, Nietengürtel, schwarzes Hemd mit roten Näten und ICED EARTH T-Shirt darunter. Auf dem Kopf eine (schwarze) Kappe mit einem Logo dessen Bedeutung ich nicht kenne. Hört auf seinem Walkman Metal und macht irgendwie dümmlich wirkende Mundbewegungen. Ab und an tappt er mitgerissen mit seinen Füßen laut auf dem Boden herum. Zwei Stationen weiter steigt ein Mann ein und setzt sich dreist mir gegenüber auf den Vierer. Wie Shad schonmal engemerkt hat, sollte es Bestandteil der ABB des VRR sein, das 2 Leute auf einem Vierer sich DIAGONAL zueinander zu setzen haben. Aber nein, der Kerl ist riesengroß und setzt sich genau mir gegenüber. Zu allem Überfluss fängt er dann an mit sich selbst zu sprechen. An der nächsten Haltestelle ergreife ich die Flucht in den nächsten Waggon. An der übernächsten Haltestelle steigt eine Frau Ende 20 ein und setzt sich auf dem bis dahin von mir allein besetzten Vierer wieder mir gegenüber. Zum Glück kam danach schon Dortmund-Universität.
Als ich den Hörsaal für SWT betrete werde ich von schummrigem Licht und dn Simpsons empfangen. Doberkat benutzt tatsächlich das teuer Uni-Equipment um die Simpsons zu zeigen. Kein Wunder das die Unis kein Geld haben. Viertel nach macht er zum Glück die Simpsons aus, zum Unglück aber das Licht nicht wieder an. Sein Angebot, die Rechtmäßigkeit des Eingangstestes zu SWT vergangene Woche zu diskutieren nimmt aus dem diese Woche dann nur noch halbvollen Hörsaal nur einer an. Doberkat spielt seine Leier ab, dass man um SWT zu studieren Java könenn müsse und fängt nach 10 Minuten und keinen weiteren Wortmeldungen zum Thema mit der eigentlichen Vorlesung an; bei der gleichen gemütlichen Halb-Beleuchtung erzählt er (der Mann redet wie ein Wassserfall) genau von den Dingen die ich gerade eben in der Bahn gelesen habe. Nach 40 Minuten zeigt er uns noch eine Simpsons-Folge, im Anschluss wieder Vorlesung. 10 Minuten vor der Zeit beendet er die Veranstaltung. Das Ende vom Lied: 2,5h Bahnfahrt für 1h Vorlesung und eine Folge Simpsons.

