Archiv für March 2005

kein Game Review, bloß Rant

Games/Reviews: irgendwie kann ich in letzter keine schreiben, aber nicht aufrgund mangelnder sprachlicher Fähigkeiten, sondern weil alle Spiele, die ich in letzter Zeit so gespielt habe, einfach nichts schreibbares hergaben. Entweder war die Beschreibung des Spiels von anderen schon so passend, dass sich eigene Worte erübrigten, oder die Spiele sahen zwar auf den ersten Blick cool aus, aber nach einer Stunde merkte ich, dass eigentlich überhaupt keine Innovation da drin steckt, es ist irgendwie genau das gleiche wie der letzte groß angekündigte Hit des jeweiligen Genres, und der aus dem Jahr davor und dem Jahr davor…wenn ich drüber nachdenke, sind die einzigen Spiele, mit denen ich mich in letzter Zeit länger beschäftigt habe, Richard Burns Rallye, Live For Speed und MAME. Irgendwie merkwürdig, wenn man als jemand, der seit fast 10 Jahren den Ruf hat, außer seinem Computer gar nichts zu lieben, plötzlich fast alle Computerspiele nach 30min öde findet.

-Themawechsel-

Music: WIZO haben sich Anfang des Monats mit den Worten “18 Jahre Punk sind genug. Zeit für was neues.” aufgelöst. Da die Lieder von WIZO in meinem Kopf mit ersten Alkohol- und Daneben-Benehmerfahrungen unlösbar hart verdrahtet sind, musste ich zum letzten Konzert in Berlin. War trotz des traurigen Anlasses eine harte Sache. Der Schlagzeuger der mäßigen Vorband konnte zwar nur einen Rhytmus spielen, aber das stört echte Punks sowieso nicht. Erste Anzeichen von Massendynamik zeigten sich schon bevor WIZO überhaupt die Bühne betraten, da mehr Menschen vor der Bühne stehen wollten, als Platz da war. Nach 2 Stunden Punk, Bier und Pogo war die Menge jedoch gut über die Halle verteilt, der harte Kern der Leute auch in einem Zustand, dass sie sich wahrscheinlich reif für den Sarg fühlten, den WIZO als standesgemäße Beerdigungs-Bühnendeko mitgeschleppt hatten, harte Fans hatten auch Blumensträuße vom Friedhof besorgt.

-Themawechsel-

Software: Kennt jemand nen ordentliches MP3- und sonstige Audiomedien - Abspielprogramm, das im Gegensatz zu WinAmp stabil läuft und im Gegensatz zum Windows Media Player praktisch, benutzbar und ethisch vertretbar ist?

Immer noch Software: Bin ich hier eigentlich der einzige, der sich bei Bugs auf der Seite sofort beim Jan beschwert? So langsam komme ich mir ein bisschen mies vor, wenn ich ständig am Quengeln wegen irgendwas bin. Vielleicht sollte ich da aber auch ein Geschäft draus machen…bezahlte Webseiten und Software Tests…ich sitze den ganzen Tag davor und probiere die abstrusesten Sachen und die irrwitzigsten Kombinationen aus, um bei einem gefundenen Bug sofort eine Mail an den Autor zu schicken…und wenn ich genug Geld damit verdient habe, stell ich dafür via Hartz-IV Leute als 1€ Job ein, dafür muss außer klicken und tippen schließlich nix können.

Edit: noch nen Themenwechsel, fast hätte ich was vergessen

Fernsehen Die dritte Staffel PimpMyRide scheint bei MTV USA gerade anzulaufen. Habe mir mal die ersten beiden Folgen besorgt und bin doch fast beeindruckt. Die Leute, deren Auto aufgemotzt wird, haben doch glatt inzwischen einen Charakter und eine eigene Persönlichkeit zugestanden gekriegt, und die Tuningteile werden auch immer spektakulärer, wie ein Billardtisch auf der Ladefläche oder ein Whirlpool hinten im Van…wenn sie jetzt nur noch andere Felgen als Giovannas und Lexanis montieren und auf überdimensionale Bodykits verzichten könnten, hätten die Autos auch noch Geschmack.

Hurt

Über Binary Bonsai (Macher des Kubrick-Themes für WP) bin ich heute morgen (siehe ersten Absatz im letzten Post ;-) bei Mark Romanek gelandet. Mark Romanek ist Regisseur und hat neben einigen Werbespots und One hour Photo auch Musikvideos gemacht.

Netterweise kann man sich die alle dort in guter Qualität als Quicktime runterladen. Empfehlen möchte ich besonders das Video zu Hurt von Johnny Cash. Ein unglaubliches Lied und eine wahnsinnige Stimme. Da wird einem klar dass Trent Reznor zwar hervorragende Songs schreibt, aber leider nicht singen kann.

Chipmusik

Heute bin ich wie die gesamten letzten zwei Wochen mit dem Vorsatz aufgewacht, direkt nach dem Frühstück mit dem Lernen anzufangen. Aber genau wie in den letzten zwei Wochen wurde daraus natürlich nichts. Müsli zu futtern und dabei nichts zu tun ist Zeitverschwendung, in der Zeitung steht auch nichts interessantes, also stehe ich auf, putze mir die Zähne, schalte den Rechner an und mach mir mein Müsli. Wenn das Müsli fertig ist, ist auch der Rechner fertig, ich setz mich hin und surfe löffelnd im Netz. Zuerst werden die RSS-Feeds abgecheckt. Da war heute morgen auch nicht viel los, ausser einem Post auf Insert Credit über einen Bericht von der Data Destruction Tour 2005.

Seit Wilfred Castillo von Gameboy und C64 Musik (allgemein Chipmusik: Musik, primär erzeugt mit den Chips alter Computer/Konsolen) angetan, bin ich den Links gefolgt und so zu den Seiten der beteiligten Artists gelangt: nullsleep, Bit Shifter und Covox. Auf allen Seiten finden sich sehr coole Tracks, mitunter sogar ganze Live-Sets und Alben zum Download.

Nach den Feeds kommt meine bescheidene Blogroll dran. Über Mikes Seite bin ich letztens bei Agitpop gelandet, der heute ebenfalls von C64 Musik berichtet und dabei eine Menge guter URLs weitergegeben hat (Eintrag nach unten scrollen). Besonders empfehlen möchte ich aus der Liste die C64 Remixe von Puffy64. Chiptunes verziert mit Gitarre Bass und Schlagzeug. Anspieltip: das Delta (Maintheme).

Wie ich auf Bubblyfish gestoßen bin weiss ich nicht mehr, aber sie (!) macht sehr coolen LoFi-Ambient dem man kaum anhört dass er auf einem Gameboy entstanden ist.

Converge Konzert vom 11.03.05

So um ca. 20 Uhr gesellten wir uns in die nicht annähernd ausverkaufte Matrix in Bochum, was sehr angenehm war. Zu dieser Zeit spielte die erste Vorband, eine deutsche Combo namens ‘Mord’. Sie offerierten dem Publikum Hardcore im Hatebreed Stil, woran sich viele erfreuten, was mich aber persönlich ein bisschen irritiert hatte. Man kann anscheinend nicht von der Hardcore-Szene erwarten einen anständigen Opener für ein Converge-Konzert zu liefern. Aber naja, die Menge war erfreut. Aus den hinteren Reihen konnte man schon die Mosch-Pit erkennen und ne Menge Haare flogen da durch die Gegend. Nach fünfminütiger Musikaufnahme und einem negativ ausfallendem Urteil gesellten wir uns dann zu den zahlreich erschienenen Merchandise-Ständen.

Converge hatten diesmal groß aufgefahren und boten alle CDs, die älteren in einer recht aufwendigen Neuauflage mit Pappkarton und neuen Covern, an(10€), dazu noch eine Auswahl von sechs verschiedenen T-Shirts(10€) und zwei Hoodies(25€) und einer Jacke(30€). Ich entschied mich für ein schwarzes T-Shirt mit einem schönen Aufdruck vorne drauf der eine Totenkopfprinzessin in weiß und rot im Profil zeigt, die wirklich nett anzuschauen ist. Auf dem Rücken prangert ein nettes ‘Converge’ mit der Zeile ‘You are nothing more than dying royality’. Nett nett…

Nun kam auch schon die zweite Vorband dran, aber es waren nicht ‘Planet mistaken for fears’, die leider familiäre Probleme zu lösen hatten, sondern eine Band deren Namen hier nicht genannt wird. Ich hab nachher erfahren, dass sie gerade ihr erstes Demo aufgenommen haben, aber ansonsten waren die recht unspektakulär. Ufta ufta Rhythmen ala Hatebreed hatten auch sie sich auf die Fahnen geschrieben und kläglichst versagt. Zu ihrer Verteidigung: Ein Lied, das Vorletzte hat mich beeindruckt. Das war echt nicht schlecht, hatte auch nichts mit den anderen Liedern zu tun und war leider ziemlich kurz. Aber dafür mit diversen krummen Rhytmen und schönen Breaks.

So, dann kamen sie endlich göttergleich auf die Bühne gestiefelt um erst mal die Instrumente zu checken. Wir gesellten uns dann direkt vor die Bühne, was sich später als zweischneidiges Schwert entpuppen sollte. Als dann alles eingestellt war und auch der Sänger auf die Bühne kam ging es los. Nicht wie erwartet mit ‘the saddest day’, sondern mit dem Opener des neuen Albums ‘first light’, danach natürlich ‘last light’.

Ich persönlich war hier eher verängstigt, denn ich hoffte nicht nur die neuen Lieder hören zu könen, sondern auch vor allem die Alten. Ich sollte nicht enttäuscht werden: Über ‘Jane Doe’, ‘when forever comes crashing’, ‘unloved and weeded out’ und ‘petitioning the empty sky’ wurde der Faden wieder zurück zu ‘you fail me’ gezogen und zwar mit dem gleichnamigen Stück, dass live wirklich richtigen Charme entwickeln kann. Die Menge tobte, drückte mich gegen die Bühne, oder schlug mir wahlweise mit Ellenbogen in den Rücken. Ein paar Mal machte mein Gesicht mit den Schuhen der Stage-diver bekanntschaft, aber das ließ sich bei so einer gelungenen Vorstellung ignorieren. Zumindest so lange, wie das Konzert noch lief, aber dazu später.

Nun kann ich von mir behaupten Auge in Auge mit dem Converge Sänger gestanden zu haben, der Taggueg kann behaupten von ihm andauernd auf die Hände getreten worden zu sein, und wir alle, die da gewesen sind, können behaupten mit seinem Schweiß benetzt worden zu sein - kriecht aus euren Löchern ihr Neider!;)

Recht zum Schluß wollte dann der Bassist ‘Noise’ hören, die ihm vom Mark auch lautstark gegeben wurde. Er schien beeindruckt und wollte es nochmal hören: Also nahm Mark Taggueg das Mikro und brüllte ziemlich lang und konstant hinein… die Halle schien beeindruckt.

Dann war alles vorbei. Die Band verließ die Bühne. Alle waren sie weg… aber nein, sie kamen wieder und gaben uns wonach wir verlangten. Den Klassiker, der Musikgeschichte geschrieben hat, der oft kopierte und doch niemals erreichte Gigant unter den Metalcore-Stücken. Eine Zugabe wie man sie sich nur erträumen kann, wenn man schon vom Opener verängstigt gewesen ist. Es kam ‘the saddest day’ und wir waren glücklich! Danach war dann echt alles vorbei.

Wir verießen den Saal und wollten zum Ausgang. Aber das war für meinen Bandkollegen Mark Taggueg zuviel des Guten. Kurzerhand stellte er sich ziemlich fertig in eine Ecke und entleerte seinen Mageninhalt auf den Boden. Toll dachte ich mir, und wer fährt jetzt nach Hause? Ich bot mich kurzerhand an um dann draußen zu sehen, dass alles total verschneit war. Also führen wir dann so mit Tempo 60-80 zurück von Bochum nach Duisburg und beschlossen so einen ziemlich gelungenen Abend!

So, jetzt zu dem zweischneidigen Schwert: die Menge drückte uns wie gesagt gegen die Bühne und wir drückten uns mit unseren Händen von ihr weg, was uns Blasen und viele blutige Schwielen an den Händen gekostet hat, aber man konnte dort super hören und vor allem super sehen! Also kehrten wir an diesem Abend geschunden und kaputt, aber ziemlich erfreut in unsere Betten ein und schliefen mit einem Piepen in den Ohren ein…

Game Of All

Rya, you must design the ultimate free-roaming Game of All, where you pilot a sentient ship who must eat other ships to stay alive and gain power, but can also date other male and female ships (your ship is omnisexual) by matching the correct gifts and choosing proper conversation topics. These gifts can be won by annihilating entire worlds (for a rare flower, for example) through galactic conquest, during which you control your armies from the grand strategy scale all the way down to the tactical level. During these battles you can switch from horizontal to vertical scrolling, weaving your way through bullet-hell to single-handedly turn the tide of battle. You can also exit your ship at remote outposts to find out you’re actually some kind of space platypus who can win collectible items by playing Tringo and Pachinko, or kill space-hookers to earn extra cash with which you can buy furniture to decorate the interior of your ship in an elaborate feng-shui, free-form puzzle mode. By finding your place amongst the people, you can eventually clone yourself and be elected mayor of a small town (your clone will be the opposite gender of whatever you chose while customizing your first platypus-avatar). Your clone construct roads and waterways, building your town into a bustling metropolis and fending off Mecha Godzilla attacks by growing to giant size and going best of three rounds in one-on-one versus combat, making full use of a deep fighting system that includes false roman canceling and carefully timed parries. All the while, your moral actions will determine the fate of the galaxy as you struggle against several competing ancient prophecies. Should you succeed in fully subjugating the galaxy, your two platypi will mate to produce an omipotent and retarded god emperor. The children of your sentient spaceship will act as his attendants, and can be configured to one of thirteen battle formations and assigned seven different behavioral modifiers. It’s then that you discover that… The whole game was simply the spice-induced dream of that angry retarded god’s proto-fetus… THE PLAYER. At this point I think the game might become a first-person shooter set in the birth canal… but you probably know better than I do.

Zepyulos im Insert Credit-Forum