Archiv für March 2006

Killer 7 OST

Heilige Scheisse,

den Namen Masafumi Takada sollte man sich merken. Der Killer 7 OST steht den Kreationen von Michiru Yamane, Hitoshi Sakimoto, Nubou Uematsu und Akira Yamaoka in nichts nach.

Killer 7 ist auch unglaublich. Mal sehen, wenn mir was gescheites dazu einfällt mach ich ein Review draus. Gar nicht so einfach bei dem Spiel…

Toastyfrog benutzt Macs


Yay

Jetzt geht’s wieder los: Ein Jahr jeden morgen sabbernd an den Rechner und gucken ob’s Neuigkeiten gibt. Die Demo zu Dragon Quest VIII hat mich ja zurückschrecken lassen, aber Tims Kommentare haben mir wieder Zuversicht vermittelt:

Oh hell. Last night, it happened. Please, if you have not already been frothing like half-breed hyena-jackals, please begin. This is the Game of the Decade. Best Final Fantasy ever, et cetera. My review, should I start to write it now, would be so full of screams and spurts that it would be parodied for centuries. . . . I must complete the game. Anyway, as I said, I’d inform you if the plot took a nosedive. Well — it did. Only . . . it’s not a bad nosedive at all. In fact, it ranks up there with the most brilliant nosedives in civilized fiction. OHOHOH Will not spoil!! Holy hell!!

Update: Mehr Impressions von Jeremy Parish Tims Half-Review aus dem Forum macht mich ganz gibbelig Toastyfrog Teil 3 und Teil 4

Studiengebühren

Nachdem jetzt überall über die Einführung von Studiengebühren diskutiert wird, was meistens zu einer Art Schützengrabenkonfrontation führt, möchte ich hier mal eine anständige Diskussion über die Möglichkeiten einer Einführung und die Art und Weise anstossen.

mehr…

Spore / Black

Verdammt. Ich hab das zocken nicht drangegeben, aber ich komm im Moment zu nix. Uni-Stress, ein Geheimprojekt dass April/Mai bekanntgegeben wird und viel zu tun im Job. Einmal in der Woche finde ich Zeit für ein bißchen Morrowind. Keine Bange, kackreiz hat schon längere Durststrecken überlebt. Im April gibt es kackreiz.net seit fünf Jahren und irgendwann werd ich hier auch den zehnten Geburtstag feiern. Im Moment ist nur wenig los. Naja, bald ist ja E3… Als Zeichen guten Willens gibt’s hier stattdessen zwei Kurzeindrücke von gestern:

Spore

So machte mich denn Hendrik duch Antigames auf das Spore-Video aufmerksam, auf das ich mir dieses gestern Nacht ansah. Ich war amüsiert, doch keineswegs begeistert. Das ganze ist eine nette Technologiedemo, der Editor ein ziemlich Hammer aber das Spielkonzept? Ein Sandkasten der in ca. 10 verschiedenen Größen wächst. Eine Puppenstube für Jungs vom Macher der erfolgreichen Puppenstube für Mädchen (The Sims). Ein letztes Urteil möchte ich noch nicht abgeben, aber einem Spiel ohne Ziel stehe ich erstmal skeptisch gegenüber.

Von GTA klaue ich folgendes Zitat: „I don’t want players to feel like Luke Skywalker. I want them to feel like George Lucas.“ (Will Wright). Da liegt der Hund begraben. Will Wright denkt, es sei cool ein fetter reicher Regisseur zu sein. Ich gehöre leider zu den wenigen Leuten, die es trotz aller Vorteile die das fette und reiche RegissereusLizenzgeberdasein bietet, immer wieder vorziehen würden, mit dem X-Wing über den Todesstern zu brettern. Spore ist ein interessantes Konzept, rockt aber leider nicht.

Trotzdem werden wieder vorschnell Urteile wie “Spore ist geil” abgegeben. Woher wisst ihr das? Könnt ihr hellsehen? Stellt euch bitte mal die 30 Minuten des Spore-Videos auf 40 Stunden gestreckt vor. Ob das dann immernoch so geil ist? In komprimierter Form lässt sich die größte Scheisse als Knaller verkaufen. Molyneux sollte uns Zurückhaltung gelehrt haben, trotzdem können manche derer die sonst so über die hypegesteuerte Medienmaschinerie herziehen angesichts einer 30 Minuten-Demo ihren Harn kaum halten. Abwarten und Tee trinken sach ich. Und nicht vergessen, dass Spore auch nur Wiedergekäutes aus der letzten Dekade ist. Hübsch poliert zwar, aber im Kern nix neues.

Black

Black demonstriert hübsch die Überflüssigkeit der neuen Konsolengeneration (abgesehen von Revolution natürlich). Hammergrafik und Bombast-Sound. Wie war das mit PGR3? Dieser blöde Tunnel-Effekt wäre auf der Xbox nicht möglich gewesen? Dass ich nicht lache, den gibts in Black sogar ohne Tunnel. Spielerisch versagt Black leider völlig. Ich habe mich noch nie in einem Shooter dermaßen gelangweilt. Man metzelt sich einfach durch Horden immergleicher Gegner, nach dem dritten Level werden auch die überall herumstehenden hochexplosiven Gegenstände langweilig. Wenn ich die namenlossen Russen die ich da in Hundertschaften abmurksen soll wenigstens fachgerecht zerlegen könnte, aber selbst mit dem Arsenal,dass ja angeblich so sehr im Mittelpunkt des Spiels steht wird das nicht zur Herausforderung sondern zur Geduldsprobe. Trifft man einen Gegner nicht gerade dahin wo die Engine seinen Kopf vermutet, kann man schon mal bis zu 20 Runden aus der AK in ihn pumpen und dabei jedesmal die gleiche lächerliche Treffer-Animation begutachten, bis er schließlich ins Gras beißt und dabei 200 Schuss Munition hinterlässt. Rinse, Repeat, bis zu 150 mal pro Level. Einem selbst können die strunzdoofen Pappkameraden so gut wie nichts anhaben. Spannung, null, Criterion Sechs, Setzen. Gähn.

Tumbleblogs?

Ich glaub ich stöpsel mich bald vom Internet ab.

Das Bloggerpack rennt wie eine aufgeschreckte Herde kollektiv in jede Richtung die gerade opportun erscheint. Zuerst war es ja nur die Seuche mit den Tags. Da gräbt irgendwer das Konzept der Keywords aus, von dem Google vor Jahren bewiesen hat dass es für das Auffinden und Identifizieren von Informationen vollkommen ungeeignet ist, wenn jeder Affe sich selbst mit absolut irrelevanten Wörtern schmückt.

Jetzt kommt die nächste Welle: Tumbleblogs. Eine schöne Umschreibung für Linkdump. Bloß: das ist auch nichts neues. Und auch nichts dolles. Im Gegenteil: Wer hat ernsthaft Zeit sich durch Unmengen Infomüll die auf diese Weise provoziert und produziert werden zu wühlen um evtl. den ein oder anderen brauchbaren Link zu entdecken? Niemand. Allerdings ist scheinbar nicht jeder in der Lage, das auch zu realisieren. So dient der neue Hype vielen plötzlich als willkommene Entschuldigung: Ups, jetzt hab ich ein Weblog aber garnichts interessantes zu erzählen/bin zu faul zum schreiben. Anstatt sich mit weniger zufrieden zu geben wird also auf den Tumblezug aufgesprungen und per Bookmarklet noch mehr Mist in die Welt versprüht, Hauptsache es vergeht kein Tag ohne Post.

Klar dass das Internet nicht nur vom Content sondern auch von dessen Verlinkung lebt, aber langsam scheint mir dass vor lauter Verlinkung der Content auf der Strecke bleibt. Das Rauschen nimmt bedenklich zu, immer mehr Nasen bloggen nur um des Bloggens willen, scheiss auf die Relevanz, wer am lautesten Schreit hat gewonnen. Wenn das so weitergeht muss ich bald wieder anfangen Bücher zu lesen.