Archiv für April 2007

Die Story in Auszügen:


Geburtstagsfeier im idyllischen Einfamilienhaus, nach den Kerzen im Kuchen zu urteilen wahrscheinlich die sechste für das kleine Mädchen.

Das Geschenk: Der knatschgrüne Actionheld Mr. Gimmick, hier von seiner Schokoladenseite.

Begeisterung bei den Betroffenen.

Eine Kinderzimmersituation, die Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Mr. Gimmick ist offenbar nicht die einzige Actionfigur in diesem Setting.

Die Neider, fünf an der Zahl. Lässt das bereits Mutmaßungen zu? Sind dies die Geburtstagsgeschenke der vergangenen Jahre? Verbitterte Gesellen, vom Leben enttäuscht? Spoiler: Allesamt Endgegner.


Des Nachts, Mr. Gimmick auf dem Schrank, der Neid im Karton; ein Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt?

Tatsache, Actionfigurrevolte, wie Nachtmahre auf desjenigen Mädchens Brust, daß ihnen die Liebe verwehrte. Alle Ehemaligen vereint beschließen den Raub der Prinzessin.

Weg ist sie, und sie mit ihr (Erstes Sie das Mädchen, zweites Sie die Neider).

Dramatik: Mr. Gimmick am Boden. So hat er sich das nicht vorgestellt.

Feuchten Blicks im Mondenschein gibt es Mr. Gimmick ein:
das Mädchen muss die Eine sein,

Dimensionstor,

nichts wie rein.
mehr…
Flamebait, aber schmunzeln musste ich trotzdem.
What went wrong with humanities academia? From my position, I can only attribute it to a severe and debilitating case of physics envy. Humanities academics no doubt feel awed and belittled by the success of their colleagues in science; and so, like desperate cargo cultists, they have mimicked the form and procedure of the sciences, without understanding that what is necessary in one field is entirely meaningless in the other.
They bandy about “theories”, which give their works an air of meticulousness and precision, but in truth these are poor parodies of scientific theories. A scientific theory is a model of reality, induced from precise and repeated observations of evidence, formally stated, testable, falsifiable, and with useful predictive power. A “literary theory” is just, like, your opinion, man. When you know the theory of gravity, you know not only why an object falls to the ground, but also how fast it will fall and how hard it will hit; and you know this for any object and any ground in the universe. When you know “reader-response theory”, you just know what some guy thinks about books.
— http://plover.net/~bonds/physicsenvy.html
Bring it on.
Björn hat auf Agitpop mal wieder sein enormes popkulturelles Wissen und sein extrem gutes Händchen für sehr gut lesbare wie inhaltlich überzeugende Texte bewiesen.
Dickes Lob!
Im Zusammenhang zum Thema 300 ist es aber auch bestürzend, zu sehen wie sich der Rest der Welt mit hervorgehobenem Zeigefinger das Maul über den Film zerreisst, ohne seinen Kontext zu kennen. Wer den Trailer gesehen hat wusste auf was er sich einlässt und hat sich hinterher nicht zu beschweren.
Der Film ist Mist, ja, aber extrem unterhaltsamer Mist.
Als gäb’s keine wichtigeren Probleme in der Welt …
Scheisse aber auch. Popkultur in jeder Form, vor allem aber der Diskurs darüber, bereitet mir zunehmend Kopfschmerzen. 90% aller Diskussionsbeiträge sind heisse Luft und selbst der Rest hat selten irgendeine Form von dauerhafter Relevanz. Wenn man infolgedessen aber ganz aufhört sie ernstzunehmen sinken die Chancen dass sich an dieser Situation irgend etwas ändert.
Was also tun?
Wieviele Gedanken darf ich mir über God of War 2 noch machen? Kann ich mich einfach hinsetzen und amüsieren, oder muss ich mich für die infantile Begeisterung über die grotesk ästetisierte Gewaltdarstellung rechtfertigen?
In der Uni beschäftige ich mich viel mit Datenvisualisierung. Beim Googlen nach Inspiration bin ich über die Homepage von Ben Fry, einem PhD in Kommunikationsdesign am MIT, gestolpert, der auf dem Gebiet ein ziemliches Gewicht hat. Ne Menge cooles Zeug stammt aus seiner Feder, dem ein oder anderen dürfte zumindest Processing bekannt sein. Eines seiner Projekte könnte euch interessieren: Der Deconstructulator
This is a deconstructed Nintendo emulator that shows how sprites and sprite memory are handled while a game is being played. The intent is to show insight for how software and hardware work, given the relatively simple example of a minimal architecture from an old game console system.
Richten wir unsere shadermüden Augen doch einmal auf PlasmaPong, welches die Power unserer Grafikkarten zur Fluid Dynamics Simulation entfremdet und dabei das klassische Pong zu einem wunderbar hektischen bunten Gewusel verzerrt. Die Spielschwierigkeit im Singleplayer zieht angenehm steil an, Multiplayer ist ebenfalls drin, und ein Sandkasten zum gepflegten Ansabbern von Shadercandy fehlt auch nicht. Umsonst und bald auch für OSX.