Archiv für April 2011

Ein Lebenszeichen

Letzte Nacht habe ich routinemäßig meine Blogs geupdated und mich bei der Gelegenheit auch wieder ein bißchen durch kackreiz.net geklickt.

Dabei habe ich mich wieder gefragt warum ich eigentlich nichts mehr poste. Zum einen hat das sicher damit zu tun dass ich berufstätig und schwer beschäftigt bin, aber für andere Dinge finde ich ja auch Zeit. Und zwar insbesondere zum Zocken. Eine ganze lange Weile habe ich kaum noch gespielt, aber letztes Jahr ging das irgendwie wieder los:

Man sieht, ich war nicht untätig. Und auch für die kommenden Monate habe ich bereits eine umfangreiche Liste an Titeln die es zu spielen gilt. Ich bin mir nur nicht mehr sicher worüber es sich dabei noch zu schreiben lohnt. Früher wollte ich mit kackreiz.net in eine Nische stoßen: Deutschsprachige, differenzierte Betrachtung von Videospielen als Medium sowohl im allgemeinen als auch anhand konkreter Spiele.

Irgendwie glaube ich aber nicht dass das noch ein erstebenswertes Ziel ist. Zum einen bin ich mir nicht sicher wie weit man das Thema noch ausdifferenzieren kann oder will und ob nicht eigentlich schon alles gesagt worden ist. Auch wenn die Spiele der letzten Jahre mich exzellent unterhalten haben, wecken sie doch in mir nicht mehr das Gefühl mehr als eben nur Unterhaltung zu sein. Das einzige was mich inzwischen interessiert sind spielmechanische Strukturmuster. Warum stehe ich so auf Capcom Spiele? Warum sind Rockstar Games so strunzlangweilig. Was sind hier die zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten.

Diesen Fragen nachzugehen leisten aber andere bereits kompetenter. Deutschsprachigkeit alleine ist auch nichts wert wenn die tatsächlichen Diskussion schon vor Monaten oder Jahren im englischen Sprachraum gelaufen sind und man die Resultate einfach nur noch wiedergibt.

Bloß noch meine Yay/Nay Meinung zu den letzten gezockten Titeln rauszublöken scheint mir ebenfalls zu banal. Ich bin inzwischen in einer Position im Leben wo ein Spielekauf keine großartige Investition mehr darstellt. Schlechte Titel werden eben wieder vertickt und dann schnell vergessen. Mit den Reviews auf Eurogamer bin ich, wenn ich ehrlich sein soll, ganz gut bedient. Eine Art Avantgardeposition des Spielejournalismus reizt micht nicht mehr. Ich will und muss mich nicht mehr über ausschweifende Reviews profilieren.

So stecke ich derzeit (eigentlich schon seit einer ganzen Weile) in dieser Meta-Frage fest:

Was gibt es eigentlich im weiten Feld der Videospiele noch für interessante Fragestellungen mit denen sich eine Auseinandersetzung lohnt?

Ich will dieses Blog nicht aufgeben (und werde es auch nicht). Aber mir fehlt ein bißchen die Inspiration.

Für Anregungen wäre ich sehr dankbar.

Falls das hier überhaupt noch jemand liest.