Das Jahr des Feuers - Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld vor Wehrheim

Wie vielleicht viele wissen spiele ich in einer Gruppe ‘Das Schwarze Auge’ kurz DSA genannt, hier ein paar weitere Informationen. Alle die selbst DSA spielen und die Kampagne ‘Das Jahr des Feuers’ noch spielen möchten sollten den Text besser nicht lesen.

Im Moment befindet sich diese Welt im Umbruch, denn Galotta, Träger der siebenzackigen Dämonenkrone, Herrscher über Yol’Ghurmak und Transysilien in den Schwarzen Landen, und der Untote Kaiserdrache Razzazor, seinerseits Herrscher in der Heptarchie Warunk, öffnen die Pforten der Trollpforte und entlassen ihren elendig langen Herrwurm bestehend aus Untoten, Ghoulen, Zombies und anderem dämonischem Gezücht, in das Mittelreich. Doch das Mittelreich scheint vorbereitet zu sein. In Wehrheim, der letzten und einzigen Bastion vor der Hauptstadt Gareth, nur zu dem Zweck erbaut jedwegen Feinden hier das letzte Gefecht zu geben, kommen Kämpfersleut aus allen Gebieten Aventuriens zusammen, um ein Weiterkommen der Dämonenhorden zu verhindern. Das ganze stehende Heer des Mittelreiches, die Königin Rohaja mit ihrer Panthergarde, komplette Garderegimenter, alle erreichbaren Elitetruppen, der Hochkönig der Zwerge Albrax, Sohn des Agam mit seiner 200 Köpfigen Truppe Zwergen-Elite-Söldnern, Hochrangige Geistliche der Rondra-, Praios-, Efferd-, Hesinde- und Phex- Kirche mit ihren Leibwachen und Garden sowie unzählige Bürger- und Landwehrhaufen und Abenteurer, die vor allem ihre Freiheit verteidigen, finden sich in Wehrheim und Umgebung ein. Mehr als 5000 Mann sind es, die hier zusammen kommen - ein Heer welches Aventurien in den letzten Dekaden nicht gesehen hat! Doch auch der schwarze Heerwurm kann sich sehen lassen: Untote Streitoger, hunderte Skelette, teils noch gerüstet und bewaffnet, ein beständig wachsender Haufen von wandelnden Leichen, denn alles was sich an fleischlichen Rohstoffen auf dem Weg findet oder getötet wird, wird direkt in die Armee einverleibt. Hunderte lebende Dämonenpaktierer, Garderegimenter und Elitetruppen und Söldner. Dazu ein Dutzend Tatzelwurmreiter, dämonische Belagerungstürme (riesige Mäuler auf riesigen Beinen, die in ihrem Mund Schützenregimenter durch die Gegend tragen). Dieser Herrwurm wandert unter einer riesigen unheiligen schwarzen Wolke die jedes Sonnenlicht verschlingt und so alle Untoten schützt. Diese Wolke hat ihren Ursprung im Zentrum des Herrwurms und entspringt einem Kessel, der von dutzenden Paktierern umringt wird. Alles in Allem ein wirklich ebenbürtiger Gegner für die Mittelreicher!

So die Ausgangssituation und mittendrin die Helden: Rondrian von Rhodenwald, Abgänger der Ritterakademie zu Balhio, Ritter des Reiches, Baron zu Rhodenwald und Hauptmann der Ferdoker Lanzer ehrenhalber, Befreier des belagerten Greifenfurts, Philias Ottawason, Ritter des Reiches, Tatzelwurmbezwinger, Anführer seiner Otta und Freund des ehemaligen Hetmanns der Thorwaler Tronde Thorbensson, Nova Modus, Abgänger der Ritterakademie zu Balhio, Ritter des Reiches, Träger des Praios heiligen Schwertes Graufang und Askotar, Sohn des Goskotar, Drachen(be-)kämpfer aus Xorlosch, Ritter des Reiches, Bezwinger einer Ork-Vampir-Chimäre, Wiederfinder Simiyalas, Meisterschmied, der wahrscheinlich einzige Zwerg auf Aventurien der Myranor betreten hat.

Diese sitzen mit den Heermeistern und anderen Experten am taktischen Plan und disskutieren die Strategie der Schlacht. Man einigt sich schnell darauf, dass der Kessel, der Ursprung der schwarzen Wolke, der Schlüssel zu Sieg oder Niederlage ist. Die Experten der Arkanen Künste stellen fest, dass diese Wolke ein beschworener Dämon ist, und dass dieser exorziert werden muss. Hierfür benötigt man den ‘wahren Namen’ des Dämons, dessen Nennung alleine schon Menschen töten kann. Dieser steht wiederum auf der ‘Pestknolle’, die im Gewahrsam des Praisosgläubigen Bannstrahlerordens ist. Auf Burg Auraleth, nahe bei Wehrheim, befindet sie sich unterirdisch, gesichert durch Wände aus Kosch-Basalt, in einem geheimen Raum. Da der Orden nicht einwilligt die unheilige Knolle zu benutzen muss sie kurzerhand von einem Expertenteam (siehe Helden) aus der Geheimkammer geborgen werden. Dies schafft man dann auch in bester Heldenmanier und ohne größeres Aufsehen. So, nun wäre der erste Schritt zum Sieg getan, nur gibt es da noch einen Haken: Die Magistrae müssen zur Austreibung des Dämons in der Nähe des Kessels sein. Das bedeutet etwa 5 Schritt(m). Also machen sich die Strategen des Reiches, unterstützt von unseren Helden an die Arbeit, eine Strategie auszudenken, die einen Keil in die gegnerische Armee treibt, der die betreffenden Magistrae auf 5 Schritt an den Kessel bringt. Durch Binde-Manöver und Zangenbewegungen scheint es auch auf dem Papier zu klappen, jedoch ist man sich über die Schwierigkeit dieses Unterfangens nur zu deutlich bewusst. Also gilt es den Keil mit den Magistrae mit fähigen und unerschrockenen Mannen auszustatten: Der Heermeister der Rondrakirche Rondrasil mit seinen Mannen, Albrax, Sohn des Agam und seine Söldner, die Pfeile des Lichts und unsere Helden werden den Keil anführen. Mit ihnen wird auch Dexter Nemrod ziehen, ehem. Großinquisitor, Kopf der Kaiserlich Garethischen Informations Agentur (KGIA) und Phexhochgeweihter. Diese Operation soll als ‘Keil des Lichts’ in die Geschichte eingehen!

So gilt es dann die letzten Stunden vor der Schlacht mit dem Überprüfen der Ausrüstung, Gebeten zu den Göttern und evtl. noch etwas Ruhe zu verbringen. Doch schon bald findet sich die gegnerische Horde vor den Wiesen Wehrheims ein und es gilt sie zurückzutreiben. So geht die Garetische Armee wohlgeordnet in den Kampf gegen die Untoten Schergen, jedoch eine Truppe hält sich erst zurück, sie warten bis der Kessel in Rechweite ist, um mit ihrem Manöver das Schlachtenglück zu wenden.

Wie zu erwarten war brechen die Reihen der Land- und Bürgerwehren schnell auf. Diejenigen die Gefallen sind, stehen nach einiger Zeit wieder auf, um gegen ihre ehemaligen Freunde, Familienmitglieder und Verbündeten zu ziehen. Angesichts dieser Bilder fliehen viele Bauern und Gesindel - jedoch kommen sie in ihrer verzweifelten Flucht nicht weit, sondern rennen meist in die Waffen ihrer Hintermänner und finden so ein tragisches Ende. Wie zu erwarten war ist der Blutzoll immens hoch, doch einige erfahrene Einheiten schaffen es den Gegner abzuwehren und sogar zurückzudringen - doch auch dies fordert seinen blutigen Tribut. Nach fast drei Stunden ist es dann soweit: Der Befehl zum Angriff für die Operation ‘Keil des Lichts’ kommt! Sofort rennen Rondrianer, Zwerge und Menschen wie ein Mann in die gegnerischen Reihen und machen Meter für Meter frei, damit die Magier zu dem Kessel kommen. Leichenteile liegen in der Gegend rum, manchmal versucht eine untote Hand noch etwas zu fassen, Menschen werden von fallenden Gesteinbrocken begraben, manche gehen in hellem Feuer auf, hunderte Untote stellen sich in den Weg, doch sie können unter hohem Blutzoll vertrieben werden. Doch dann kommt der Keil zum stehen. Nicht weil die Gegner den Weg versperren, nein sie treten sogar zur Seite und zwar um den Weg für einen Streitoger frei zu machen. Dieser wird dann sofort von unseren Helden bearbeitet und fällt nach 30 Sekunden. Der Marsch kann weiter gehen! Es scheint unendlich viel Zeit vergangen zu sein, das Morden scheint kein Ende nehmen zu wollen, als der Kessel in greifbare Nähe rückt. Doch auch jetzt kommt der Keil zum stehen, denn vor ihm stemmt sich eine Gestalt in die Höhe: Ein mehr als zwei Meter hohes Skelett, gerüstet mit einem altertümlichen tulamidischen Spiegelpanzer, bewaffnet mit einem Krummsäbel und einer Krone auf dem kahlen Schädel. Es brüllt die Menschen an: “Euer Weg ist hier zu Ende, ihr werdet alle sterben und nichts wird euch helfen können! So spricht der König der Toten! IHR KÖNNT NICHT VORBEI!” Sofort stürzen sich die Helden auf ihn und verpassen ihm wuchtige Schläge. Doch er scheint immun gegen sie zu sein. Selbst ein Tatzelwurm wäre unter diesen Hieben verendet, doch der König der Toten teilt seine Hiebe so behände aus wie zuvor. Da tritt Rondrasil ins Geschehen und ruft: ‘Rondra, erwähle die Guten und die Schlechten, auf dass wir unsere Schwerter dir zu Füßen legen!’ um sofort den ersten Hieb mit dem göttlichen Schwert Armalion zu führen. Sofort ziehen sich die Helden aus dem Kampfgeschehen zurück, da es ein Gebot der Rondrakirche ist ausschließlich einen Zweikampf zu führen. Ein erbitterter Kampf entbrennt, es werden mächtige Hiebe gewechselt, jedoch scheint dem König der Toten kein Stahl zu verletzten. Dann versenkt der König seinen Krummsäbel in der Brust Rondrasils, der noch einmal den mächtigen Zweihänder im Skelett versengt um dann mit einem ‘Rondr…’ auf den Lippen zu sterben. Sofort springen die Helden wieder ein, aber dieses Mal scheinen sie einen Plan zu haben. Während zwei den Gegner beschäftigt halten versucht der Dritte die Krone vom Schädel zu hauen und siehe da: Nachdem die Krone am Boden liegt fasst sich der Köng irritiert an den Schädel um im nächsten Moment zu Staub zu zerfallen. Mit ihm fallen jede Menge Untote und Zombies oder bleiben einfach stehen und bewegen sich nicht mehr. Nun ist der Kessel direkt vor uns und die Magistrae beginnen sofort mit ihrer Arbeit. Geweihte intonieren Lobgesänge, Kreidekreise werden gezeichnet, Gebete gesprochen und dann beginnt eine Schar von acht Bannmagiern ihre Arbeit der Austreibung, die mit der Nennung des wahren Namens beginnt. Fast augenblicklich bluten alle Umstehenden aus Mund, Nase und Ohren. Praiospriester fallen bei der Nennung des Namens wie knochenlose Fleischklopse in sich zusammen und hinterlassen eine Blutlache, andere gehen lichterloh in Flammen auf. Doch dann, als die Schmerzen fast unerträglich geworden sind, zerbirst der Kessel und verteilt seinen schleimigen Inhalt auf dem halben Schlachtfeld. Die ersten Lichtstrahlen kommen durch die Wolke und wo sie auf Untotes Gezücht treffen, zerfallen die Zombies zu Staub. Immer mehr Lichtstrahlen dringen durch den Nebel und vernichten die Gegnerische Armee! Sieg, Sieg hallt es durch die Mittelreichischen Reihen! Freude kommt unter allen auf, die Königin lässt ihr Pferd erleichtert und zugleich triumphierend hochsteigen.

Dann ist die schwarze Wolke gänzlich verschwunden, aber über ihr ist nicht der Himmel zu sehen, sondern eine riesige Insel aus Humus, Erz und Fleisch, die über der Wolke schwebt. Sie hat bestimmt drei Meilen Durchmesser und ein riesies Auge in der Mitte. Schockiert starren alle gebannt zum Himmel als dann ein Sturm losbricht den Dere(die Welt) noch nicht gesehen hat. Menschen, Tiere, Häuser und Bäume fliegen durch die Gegend. Jeder versucht sich irgendwie in Sicherheit zu bringen. Die Helden versuchen zum nahen Fluß zu gelangen, jedoch wird Askotar von einer Windhose erwischt und wie eine Kanonenkugel durch die Gegend geschleudert. Dann, so schnell wie er gekommen ist, ist der Sturm auch wieder vorbei. Rondrian findet den halbtoten Askotar in dem Chaos wieder und zerrt ihn zum Fluß, kurz bevor grüne Knollen von der Fluginsel auf das Schlachtfeld regnen. Üerall wo sie auftreffen wachsen in windeseile Dornen und Ranken - durch Steine, Erde und Fleisch. Es rennen Menschen im Todeskampf rum, denen Dornen aus der Brust wachsen, andere liegen am Boden und dort, wo einmal ihre Köpfe waren sprießen nun Bäume aus ihren Körpern. Überall Tod, Blut und Leid. Doch dann hält das Wachsen der pervertierten Pflanzen inne und sie dörren aus, werden staubtrocken. Dann bricht das Inferno los. Riesige Feuerlanzen und Feuerbälle kommen vom Himmel geschossen und verbrenn alles was auf dem Schlachtfeld noch irgendwelches Leben enthielt. Die Ranken brennen nun lichterloh und Zentrum des ganzen ist Wehrheim, dass von nun an nicht mehr existiert. Alle Umherstehenden blicken gebannt in das Inferno und erblinden beim Anblick dieser Feuergewalt. Unsere Helden versuchen sich im Flußwasser in Sicherheit zu bringen, doch sie müssen feststellen, dass jeder der das Wasser betritt bei lebendigem Leib gekocht wird. So harren sie hinter einer Windflucht am Ufer und überstehen so die komplette Vernichtung der Kaiserlichen Armee und Wehrheims. Dann als das Inferno nachgelassen hat und nur noch einzelne Feuer das Schlachtfeld säumen, tut sich die Erde auf. An manchen Stellen bebt sie, an anderen bricht sie gänzlich auf und verschlingt Fleischreste und Mauern.

Wehrheim ist nur noch ein riesiger Schutthaufen. Mehr als 5000 Soldaten, mehr als 10 000 Einwohner Wehrheims tot. Das Kaiserliche Heer vernichtet. Die Königin, der Reichserzmarschall, Heermeister Rondrasil, alle tot. Aber Rondrian, Philias und Askotar leben noch, verstecken sich am Fluß und versuchen nach Süden zu kommen. Das gestaltet sich schwierig, denn Askotar und Rondrian haben einen Blick in die Feuersbrunst gewagt und sind nun blind. Doch wie schnell verblasst ihr Schicksal bei dem Leid und der Zerstörung die angerichtet worden ist. Was soll jetzt passieren? Das Mittelreich ist besiegt, die zwölfgöttliche Ordnung in Gefahr, ja alles Leben auf Aventurien scheint vor der Ausrottung zu stehen. Wird es Hoffnung geben, gibt es eine Möglichkeit diesen Gegner zu bezwingen?

3 Kommentare zu 'Das Jahr des Feuers - Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld vor Wehrheim'

Diki

Jo, solche Sachen das nächste mal bitte mit einem <!–more–>-Tag nach dem ersten Absatz; von Ogern krieg ich nämlich Albträume ;)

Diki

Worpress hat dummerweise das !–more– zwischen den kleiner/größer-Zeichen vor dem Wort “Tag” gefressen.

Jan

OMFG
Du bist mir auch so’n untoter Streitoger :)

@Diki: schon gefixt, sowohl den Artikel als auch deinen Kommentar. Für < Zeichen mach &lt;, für > mach &gt;.