diki in Berlin - outside view I
der Geschichte zusätzlicher Teil I.
okay…um das ganze hier zu komplettieren und die Angelegenheit von allen Seiten ins rechte strahlende Licht zu rücken, hier zusätzlich zu Dikis Ausführungen meine Zusätze:
Samstag, 06.03.04 Bis zum Flughafen Schönefeld ist es weit. Daher war ich auch schon zur nachtschlafenden Zeit von 14.00 Uhr mit der S-Bahn unterwegs, um Diki um 15.00 Uhr am Flughafen einzusammmeln. Leichte Befürchtungen beiderseits, dass wir uns nicht erkennen würden, (immerhin lag unser letztes reales Treffen schon mehr als 2 Jahre zurück) zerstreuten sich dann…jemand wie Diki kann man einfach nicht verwechseln. Abends dann im wirklich chilligen Caf矍oskau. Hätte ich dort was zum Rauchen gehabt, ich würde wahrscheinlich jetzt noch die Farbwechsel-Leuchtwand betrachten.
Sonntag, 07.03.04 Diki kehrte quasi unverrichteter Dinge vom MoMa wieder…Der Rest des Tages bestand aufgrund von Ermüdungserscheinungen aus dem gegenseitigen Vorführen diverser Hobbyprojekte und Musikkonsum.
Montag, 08.03.04 Der schlecht gelaunte UPS-Mann weckte mich um kurz nach neun. Seine schlechte Laune rührte daher, dass er meinen via Ebay erworbenen Verstärker für mein Rhodes Mk 1 SeventyThree Stage Piano in den dritten Stock tragen durfte; die Stockwerke in diesem Haus sind ca 3,60m hoch, und der Verstärker 10 kg schwer. Nach Dikis Rückkehr vom Potsdamer Platz dann auf zu Conrad, nötigen Kram zum Musikmachen kaufen, während meine Mitbewohner eine neue Telefonanlage einbauten und daran scheiterten, diese zur Kommunikation mit der Haustür-Gegensprechanlage zu koppeln. Danach dann das “Maria am Ufer” finden, in dessen Fall selbst meine Ortskenntnisse nicht weiterhalfen.
Dienstag, 09.03.04 Irgendwie beschloß ich, der Kunst mal eine Chance zu geben…Dikis Aussagen über die Schlange am MoMa vom Sonntag bestätigten sich leider voll und ganz, deshalb fiel es mir leicht, Dikis Alternativoption Hamburger Bahnhof voll und ganz zuzustimmen. Über die Kunst von Joseph Beuys diskutiere auch ich (als Sohn einer Studentin von Beuys, als dieser an der Kunstakademie Düsseldorf lehrte) nicht gern im Web. Die sonstigen zum Teil dort ausgestellten Werke (”Kugelschreiberstriche auf 4 qm Bildfläche”) erinnerten mich doch irgendwie an meine Collegeblockrückseiten. Später blieb dann noch Zeit, das versammelte Musikequipment zu testen, und ein Gefühl freudiger Überraschung tat sich in uns auf, als wir feststellen, dass der von mir in einer Kiste Elektroschrott gefundene 70er Jahre Electroharmonix Phase Shifter wider Erwarten perfekt funktioniert, und nicht nur das, er produziert auch noch einen wunderbar analogen Sound, und gilt in Fachkreisen als die Definition des Phase Shifters überhaupt.

