diki in Berlin - outside view II

der Geschichte zusätzlicher Teil II.

Mittwoch, 10.03.04 Windows 2000 auf dem Laptop verweigerte endgültig seine Mitarbeit. Reperaturversuche mittels diverser Installations-CD’s fruchteten kein Stück. Dumm, denn wir brauchten ihn unbedingt, um aufzunehmen, da der Mikroeingang der Soundkarte im stationären PC entweder Stille oder Rauschen produziert. Außerdem hatten wir mal wieder (wie immer) zwei Audiokabel zu wenig. Dank dem irgendwann einmal zusätzlich installierten Linux, Audacity und Matthias’ Hilfe bei der Installation gelangen uns dann aber doch noch die Aufnahmen. Dabei wurde meine Einstellung zu Linux und Open-Source doch mal wider nach oben gepusht, denn Audacity ist (abgesehen von seiner ständig verzerrenden Abspielfunktion) ein doch sehr zuverlässig arbeitendes Audioaufnahme- und Bearbeitungsprogramm, das in der Lage war, durchaus 15 Minuten ohne einen einzigen Hänger aufzunehmen, und das auf einem p2-400 mit 384 Mb Ram. Die Aufnahmen befinden sich momentan noch in der Nachbearbeitung beim Diki, damit zumindest sichergestellt ist, dass sie keine Defekte an Hifi-Technik auslösen können, für eure Ohren werdet ihr selbst verantwortlich sein!

Donnerstag, 11.03.04 Ein weiterer Besuch bei Conrad, um die fehlenden Kabel zu kaufen. Dummerweise waren die von uns ins Auge gefassten Kabel leider gerade ausverkauft, und die nächstbessern preislich doch weit entfernt, daher mussten wir beschließen, ohne die Kabel auszukommen. Trotzdem entstand ein weiterer Track. Weiter mit Musik dann im Magnet in Prenzlauer Berg (diesmal konnte ich sogar mit Ortskenntnissen protzen). The Ocean waren kompromisslos laut, hatten dafür aber den universell verwendbaren Button im Angebot (steht kein Bandname drauf!). Mono waren wirklich ein wenig zu linear, dafür aber technisch top und schafften es, einem musikalisch das Gefühl zu vermitteln, schwer betrunken auf dem Boden zu liegen, mit allen Konsequenzen. Danach trat wieder das hier typische Phänomen auf, dass man sich nach einem Konzert unversehens im angeregten Gespräch mit wildfremden Menschen (in diesem Fall ein sehr gesprächiger Ostasien-Student und Noisefan (insbesondere auch Melt-Banana). Gemeinschaftlich beschlossen wir dann, dass es einfach keine gute deutsche Noise-Band gibt.

Freitag, 12.03.04 Diki klagte über Störgeräusche in seinen Ohren. Trotzdem konnte ein weiterer Track entstehen, diesmal sogar mit Verzerrern. Wir stellten fest, dass das Stage Piano Basslevel erzeugen kann, die ich einem elektromechanischen Klavier nie zugetraut hätte. Diki beschloß dann, seinen Ohren eine Pause zu gönnen, und so war für mich Fernsehen mit meinen Mitbewohnern angesagt, zumal sich mein Mitbewohner Matthias am Mittwoch Abend beim Pogo das Handgelenk schwer beschädigt hatte, dass aber nicht sofort gemerkt, und daher Donnerstag morgen von üblen Schmerzen geweckt wurde, die vom Orthopäden mit einer Schiene und Schmerztabletten behandelt wurden, daher war er auch nicht so auf weitere Abenteuer aus.

Samstag, 13.03.04 Dikis Tinnitus hielt weiter an, so beschloss er nach den schmerzhaften Museumsbesuchen, auch an diesem Tage das Berliner Nachtleben nicht weiter zu strapazieren. Daher ging das Billiardmatch am Abend meine beiden Mitbewohner gegen mich, Matthias trotz Schiene am rechten Unterarm noch in der Lage zu spielen.

Sonntag, 14.03.04 Ein weiteres Mal wollte ich der Kunst eine Chance geben (zumal der Eintritt frei war). Die schon von Diki angesprochenen Bilder von Stefan Hoenerloh waren -gelinde gesagt- überwältigend, hyperrealistische angegammelte Fassaden mit den Betrachter schier erschlagenden Perpektiven als Ölgemälde auf Kunstfaserleinwand.

Montag, 15.03.04 Der Abreisetag. Schnell noch Dikis mitgebrachte und neu erworbene CD’s gerippt, die entstandenen Tracks auf CD gebrannt, Diki beim Kofferpacken geholfen, ihn noch dazu überredet, ein neues Userbild für mich zu fotographieren, und schon ging es auf die S-Bahn-Fahrt zum Airport Berlin SXF (Schönefeld). Dort wurde dann die Abschiedszeremonie vollzogen, und dann konnte ich mich wieder auf den Rückweg nach Moabit begeben.

11 Kommentare zu 'diki in Berlin - outside view II'

shaly

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Fragdieb

bleib ma locker, Diki macht analoge Photos, er muss die erst entwickeln und dann noch scannen. Geduld, wertes FrÄulein Shaly, Geduld!

shaly

wie spiessig.

diki

spiessig? entschuldigen sie bitte, frau mediengestalterin, dass ich nicht mit der neuesten digitalkamera durch berlin rausche und trendige farbfotos mache ;)

studienbedingt lagen hier eben nur die spiegelreflex und fÜnf s/w-filme rum, was ja an sich kein schlechtes arbeitsgerÄt ist. wenn man nicht gerade voll heiss auf bildmaterial ist ;)

shaly

pah. ich habe wenigstens gar keine kamera ;)
ne, find ich gut. so macht man wenigstens noch gezielt fotos, mit digitalkameras hÄmmern die meisten leute ja nur noch auf den auslÖser, ohne Überhaupt zu realisieren, was sie denn da im sucher haben…

steven

genau. ich bin ein guck,guck,guck, click,click,click,click,click,click usw.
fotograf ;) 2/3 kannste dann aber auch getrost lÖschen

diki
mr. bangle

echt coole photos dabei!

shaly

ja. coole fotos. *rÄusper

diki

das sind allesamt gemalte bilder. das kann man den originalen zwar kaum ansehen, und den kleinen bildchen auf der website erst recht nicht, aber: text ist dein freund!

Fragdieb

im Original kannst du es erkennen,w enn du mit der Nase vors Bild rennst (die Dinger sind im Original auch ziemlich groß) und dann seitlich draufschielst,dann kannst du Farbschichten erkennen