PC-Spiele
Letzten im Heise-Forum haben sich die Konsolen und die PC-Fraktion wieder die Köppe eingeschlagen. Hauptargument der PC-ler: Konsolenspiele sind alles Kinderkram ohne Tiefgang. Leider (zum Glück?) hab ich da keinen Account um denen einige Gegenbeispiele zu nennen. Aber gerade im Fersehen seh ich wieder was mich an PC-Spielen stört:
Siedler 5. Der fünfte Teil eines verkackten scheiss Strategierspiels. Moderator und Ubisoft-Sklave labern über tolle Features des Spiels. Ich hör dabei Slayer, deswegen hab ich den Ton aus und seh nur das Bild: man sieht die Stadt/das Dorf im Spiel. Der Ubi-Fuzzi weisst einem Gebäude an, irgendwas zu produzieren. Auf einmal zoomt er soweit in das Spiel rein, das man einer Spielfigur fast in die Augen gucken kann. Diese geht zu dem Gebäude und zieht an irgendeinem Band, woraufhin sich eine Pfanne mit flüssigem Eisen füllt und über ein Schienensystem an der Decke um eine Kurve fährt. Eine Gießform kommt aus einer anderen Wand und wird hingelegt. Das Männeken geht zu der Pfanne hin und dreht an einem Griff, so daß der Inhalt sich in die Gussform ergießt. Die Pfanne fährt sauber zurück, die Gießform verschwindet wieder in der Wand. Unser Arbeiterheld geht zu einer Art Hamsterrad und tritt darin herum, woraufhin sich aus irgendeinem Loch ein Kran bewegt und das fertige Kanonenrohr oder was auch immer auf ein Holzgestellt hievt.
WTF? Das sind die neuen Features? Superdetaillierte Animationen, fizzeliges Mikromanagement. Das ist es was für PC-Anhänger ein Spiel auszumachen scheint. Das dieser Müll vollkommen unnütz ist und nichts zum Spiel beiträgt scheint denen zu entgehen. Wer nimmt sich allen ernstes inmitten einer Wirtschaftkrise oder eines Krieges die Zeit, seinen Leuten beim Brotbacken zuzugucken? Trotzdem werden in der Produktion für sowas Unsummen ausgegeben. Das Haus muss modelliert und animiert werden, der siedler muss entsprechende Animationen erhalten, Texturen müssen erstellt werden. All das für einen billigen Scheisseffekt den man sich höchstens einmal anguckt.


7 Kommentare zu 'PC-Spiele'
natürlich brauchen PC-Spiele superdetaillierte Animation, irgendwie muss man sich ja dank 1600*1200 Auflösung gegenüber den Konsolen absetzen ;-)
Aber im Ernst: wenn ich mich richtig an letzte Woche erinnere, kam diese Diskussion im Heise-Forum zum Thema “Warum deutsche PC-Spiele sich immer nur in Deutschland gut verkaufen” auf, und als mögliche Antworten wurde unter anderem genau jene mikromanagement-lastige Auslegung deutscher Spiele genannt.
die tendenz zu grafischem detailreichtum lässt sich aber auf beiden plattformen beobachten. der springende punkt ist gerade erst nochmal in den doom-revival-interviews aufgetaucht: während die hohe abstraktionsebene von rumfliegenden klötzchen à la space invaders dem großteil der bevölkerung das interesse an computerspielen nimmt, lässt sich derselbe großteil ganz hervorragend mit den grafischen mätzchen der neuesten konsolen- respektive grafikkartengeneration ködern.
es gibt aber bestimmt genau so viele konsolentitel wie pc-spiele, die in das ein oder andere extrem gehen; ich erinnere mich da ganz speziell an die mehrminütigen superdetaillierten (für damalige verhältnisse) kampfzaubersequenzen von FF7, die sich partout nicht abbrechen liessen. Aus derselben Reihe stammt außerdem das Verwaltungsmenü für Items und Zaubersprüche, was an Mikromanagement durchaus einer Wirtschaftssimulation das Wasser reichen kann. Ich erinnere mich da an den Abend, den der Flow damit verbracht hat, alle seine 120 Zaubersteinchen zu verdoppeln und aufs höchste Level zu bringen.
DAS war was ganz anderes. Aber ehrlich.
1) Grafikeffekte bei Doom sieht man und man staunt jedesmal. Aber man guckt nicht ständig seinen Männchen beim Futtern oder A-A machen zu
2) Die Beshwörungssequenzen bei FF7 waren zu lang. da wird dir niemand widersprechen. Zum Glück hat Square die hinterher abschaltbar, bzw. verkürzt gemacht. Andererseits ist es schon ein unterschied, ob BAHAMUT ZER0 aus dem Orbit den Gegner zu Staub zerbläst, oder ein fusseliger Siedler Backsteine schleppt.
3) Meine Hundertzwanzig Zaubersteinchen waren kein Mikromanagement. Erstens ging das was ich da gemacht hab über das normale Spiel hinaus, zweitens gabs da nix zu managen. Nur Powerleveln, Powerleveln, Powerlevel. Das kann man wohl kaum damit vergleichen, wenn ich jedem Arbeiter einzeln sagen muss, wann er Pause hat.
fanboy
“All das für einen billigen Scheisseffekt den man sich höchstens einmal anguckt.”
Ich finde das bei Doom 3 aber genauso.
Bei Quake 3 war’s nicht anders.
“Boah, fette Grafik”
Und irgendwann hatte man picmip 5 drin, weil die Grafik einfach nur kack egal war.
Hoffe AoE3 wird für die Konsole besser
Aaaaah
was ist denn hier los?
Wer ist so dämlich und kommentiert ein Jahr alte Posts ohne wenigstens irgendwas interessantes zu schreiben?
Hat sich das etwas angehört als würde ich Age of Empires entgegenfiebern? Ich glaube nicht