Krass MTV!

Gerade das Ende vom Access All Areas Videogame Special mitgekriegt

Videospiele sind nicht mehr nur ein Thema für verpickelte Nerds die in dunklen Kammern ein trauriges Dasein fristen. Mittlerweile sind die Videospiele in der Gesellschaft angekommen. Fast jeder nennt eine Heimkonsole oder einen Gameboy sein eigen. Zeit also einen Blick zurück zu werfen und mal zu schauen, wie alles begann mit den Videospielen. War Pong wirklich das erste Videospiel aller Zeiten? Wieso wurde ausgerechnet ein Klempner zur beliebtesten Spielfigur? Wie gefährlich ist Gewalt in Spielen? Und welches sind die besten 10 Spiele aller Zeiten? Ein Wiedersehen mit alten bekannten wie Super Mario, Lara Croft und den Tetrisblöcken bei dem nicht nur Nostalgiker und Spielejunkies auf ihre Kosten kommen!

Was darf ich sehen?

Das waren leider nur die letzten 10 Minuten. Wiederholung gibts am 12.01. um 23:00

19 Kommentare zu 'Krass MTV!'

habs gesehen. unglaublich. eine nicht-nerdige sendung über games, die games verteidigt und preist. es geht halt doch.

Die haben auch sehr gut die Gewaltdebatte aufgegriffen und dem ganzen Bullshit dabei ganz offen als Bullshit tituliert. Ich habe aber nur ein paar Minuten in der Mitte gesehen, weil ich dann ins Kino musste.

(Schade nur dass deren richtige Videospielsendung optisch so sehr in dieses hibbelige Giga-Nerd-Optik-Schema fällt…)

“heben bei beiden Spielen künstlerische Aspekte” - Simons, Budi’s und die Kommentare von dem anderen Heini in GameOne zu Shadow of the Colossus fand’ ich so daneben. Das wirkte wie ein paar Kiffer beim philosophieren über Gott und die Welt nach mehreren Spliffs… richtig gruselig.

Diese Sendung tut für Games gar nichts, sie macht sie nur zu einem Trend… und ich finde nicht, daß dies in irgendeiner Weise erstrebenswert ist. Ihr werdet schon sehen, wenn es dann bei New Yorker, Pimkie, Orsay oder einer anderen unsäglichen “hip und trendy” Klamottenbude die ersten “Pac-Man für die Disco”-Shirts oder Galaga-Schlüsselanhänger gibt und Menschen die nur dem Trend folgen bzw. daraus Nutzen ziehen wollen plötzlich in unser Hobby reinonanieren und wir den Scheiß dann nachher aufräumen müßen, wenn der Trend vorbei ist. Warum will eigentlich jeder das Games massenmarktauglich sind? Hat uns das jemals etwas gebracht?

Je größer das Alles hier wird, desto mehr werden Spiele auf der Strecke bleiben… und Wii mit seinen Schmalspurgames ist erst der Anfang vom Ende.

Diki

Ich hyperventiliere! Videospiele sind längst aus der Ecke heraus, in die Du sie da hineinargumentierst. Das liegt nicht an den Fernsehsendungen darüber - die kommen sowieso stets ein paar Monate zu spät - sondern am erwachenden Bewusstsein der Soft- und Hardware-Entwickler für ihre eigenen Metaphern der Interaktion. Der Guitar-Hero-Controller etwa nimmt sich genau dieser Problemstellung an und zeigt, woran man drehen muss, um ein Videospiel so intuitiv »erfassbar« zu machen, dass man es sogar auf Partys spielen kann, ohne alleine in der Ecke hocken zu müssen. Aus genau derselben Ecke kommt uns die Wiimote entgegen; die Schmalspurgames der ersten Tage sind erst der Anfang vom Anfang, nämlich Tech-Demos. Sicherlich braucht es noch etwas, bis die Entwickler auf den Trichter kommen, wie das Wii einzigartig zu rocken ist. Deine Sorge um die Kommerzialisierung der Nerdkultur kommt auch reichlich spät; ich denke, es war vor etwa 5 Jahren, als ich mir in London Gedanken darüber machen musste, welche der 8 angebotenen Farbkombinationen des Atari-Logos auf einem T-Shirt mir am besten gefällt. Ich sehe im Ziel der Massenmarkttauglichkeit einiger Entwickler kein Problem, sondern eine Chance; ein breiter Markt und eine zunehmend für das Medium sensibilisierte Öffentlichkeit bergen höhere Wahrscheinlichkeiten für »coole Scheiße« als enge Nischen, in denen sich aufstrebende Produzenten zuallererst finanziell - und nicht kreativ - behaupten müssen.

Jan

Genau!

Nein, die Sendung tut tatsächlich nichts für Games, sie ist aber ein Indikator dafür, wie die allgemeine Einstellung zu Games sich gewandelt hat. Bestimmte Aspekte von Videospielen werden auf einmal von MTV wahrgenommen, die vorher selbst Videospieljournalisten (dieser hirntote Taugenichts von der Maniac der SOTC reviewed hat) entgangen sind.

Eine Verschmelzung der Spiele mit dem Mainstream IST erstrebendwert. Die momentane Entwicklung befindet sich schon ganz unten, schlimmer kann es nicht kommen. Mit wenigen Ausnahmen bedienen die meisten Games Hardcore-Gamer, die Gruppe deren konservative Ansichten und Fanatismus dem Medium wirklich schadet. Sieh dir an was Square wegen dieser Leute jährlich verzapft, darüberhinaus sind 70% aller Spiele da draussen lieblose Lizenztitel.

Eine Öffnung zum Massenmarkt wird nicht bedeuten dass wir nur noch Wii Sports spielen können. Solche Minigames werden zunehmen, die allgemeine Vielfalt wird jedoch ebenfalls zunehmen. Siehe Bücher, siehe Musik, siehe Kino. Alle Massenmedien haben einen hohen Anteil von Scheisse, aber in der Menge eben immer noch genug interessante Inhalte für anspruchsvolle Leute. Wenn die Entwicklung sogar zu einer Veränderung der Publisher-Landschaft führt (was sich ganz langsam abzuzeichnen beginnt), werden die kommenden Jahre Innovationen nie gekannte Ausmaße annehmen. Wie der GEE-Typ in der Sendung sagte, sieh dir die Videospielentwicklung der letzten dreißig Jahre an und du kannst dir nicht einmal vorstellen wie die kommenden dreißig Jahre aussehen werden.

Ich sehe nicht was an einer solchen Entwicklung schlecht sein soll. Selbst wenn nur noch Minigames erscheinen, kann ich mich mit dem gesamten Lineup dass zur Zeit existiert bis an mein Lebensende versorgen. Sofern man Spielspaß nicht auf Grafikleistung beschränkt kann man sich mit alten Titeln hervorragend amüsieren.

@Diki: Guitar Hero ist als Spiel aber unheimlich grottig. Ich habe es selber, aber es reizt mich nicht - für Partytauglichkeit muß immer irgendwas auf der Strecke bleiben, Anspruch oder Komplexität (mal davon abgesehen das Guitar Hero weder ein neues Spielprinzip ist noch das es irgenwas anders macht, was man in Japan nicht schon seit Mitte der 90er kennt). Sehe also nicht, inwieweit das ein positives Argument ist. Oder anders gefragt, was genau bringt es das man jetzt jede Menge Partyspiele hat, für unser Hobby?

Ich sorge mich nicht um die Kommerzialisierung der NerdKULTUR, sondern um das Aussterben dessen, was du als “coole Scheiße” bezeichnest. Denn je mehr Partyspieler und Gelegenheitsmenschen dazu kommen, und sich damit Geld verdienen läßt, desto mehr bleiben Juwelen wie Killer 7 auf der Strecke - man sehe sich doch nur die Zugeständnisse beim Grafikstil von No Heroes an. Und das ist erst der Anfang. Bei der aktuellen Entwicklung sehe ich einfach Artdesign und Stil im großen Maße gefährdet… welcher Entwickler erlaubt sich denn heute noch was großartig Neues? Clover sind pleite, weil sie anders waren… viele Menschen hassen den Windwaker wegen der Optik die sie nicht verstehen. Die Liste ließe sich endlos fortführen - mir scheint es, das sich zwei Kategorien entwickeln, die “Hardcore”-Fraktion mit ihren Nischen (eGamer, Highscore-Shooter, Beat’em Upper) und die Gelegenheitsfraktion mit ihren Need for Speeds und Schmalspur-Partyspielen. Dazwischen gibt es nichts mehr, und heutzutage wird Andersartigkeit nicht unebdingt belohnt… wieviel griffen denn zu Shadow of the Colossus, und wieviele griffen zu Call of Duty 2 oder weißderTeufelwas. Das war früher absolut anders!

Und Spiele mit Vision wie bspw. Killer 7, die ein Großteil der Konsumenten nicht begreifen kann sind einfach finanziell nicht tragbar… und werden damit verschwinden, auf kurz oder lang jedenfalls. Sehe es also komplett entgegengesetzt zu deinen Vorstellungen das breite Akzeptanz auch jede Mengen neuen Shizzle entstehen lassen wird… und verweise damit einfach auf den Anfang 80er Jahre Videospielcrash. Alle liebten Videospiele, und was passierte, es gab ungefähr 350x das gleiche Spiel nur mit anderem Titel.

@Jan: Das Problem ist, ein Film oder ein Buch läßt sich garantiert leichter an den Mann bringen als ein Spiel, zumindest wenn es offiziell erscheinen soll… ich klammere den PC mit seiner Homebrew- und Indie-Szene hier mal aus, aber für Konsolen (die ja momentan mächting ON THE RISE sind) läuft das in genau die entgegengesetzte Richtung, Microsoft unterbindet homebrew wo sie nur können und bestraft jeden der versuch irgendwas rumzufrickeln, Sony erlaubt Linux ABER läßt den Zugriff auf die Hardwarepower nicht zu usw. usf.

Für die großen Verdiener der Branche wären solche Indie-Entwicklungen einfach schlecht, und deshalb werden sie mit aller Macht unterbunden und ich mag zu pessimistisch scheinen, aber ich kann mich einfach nicht den Gedanken des GEE-Männchens anschließen. Sicher, wir befinden uns in einer Zeit des Wandels, aber ob mir die Wandlung gefällt kann ich nicht unebdingt sagen, ich würde sogar eher verneinen und sehne mich zurück nach den Anfängen…

…weshalb ich auch begonnen habe, mir wieder eine Retrosammlung aufzubauen.

Ach komm Aulbath, gut gezz. Es sind diese Gelegenheits und Partyspieler, die dir in Zukunft dein Killer 7 mitfinazieren werden. Wenn es die nicht gäbe, es würde nicht eine Kopie von Killer 7 mehr verkauft, deine Logik geht da nicht auf.

Deine Logik ist: Solche Spiele gibt’s bald nicht mehr, weil sie sie sich schlechter verkaufen als “Mainstreamtitel”. So läuft das aber nicht. Wenn sich K7 alleinstehend okay verkauft, dann wird es mehr in diese Richtung geben. Passiert das nicht, dann nicht.

Fakt ist nunmal, dass Spiele Geld kosten und wieder einspielen müssen. Und wenn sie das Geld selber nicht einspielen, dann müssen anderen Titel das für sie tun. Und das ist dann sowas wie Guitar Hero. Guck dir mal Filme an: Da kannst du auch nicht argumentieren, dass Indie-Filme nicht mehr gedreht werden, weil ihnen die Blockbuster das Geld wegnehmen.

Eine gesunde Industrie, mit einem Fuß im Mainstream, ist in der Lage solche Randprodukte mitzuschleifen. Im Zweifel würde jede Firma eher Medal of Honor als Killer 7 machen. Weil es sich besser verkauft und weil die Geldgeber hinter Videospielen nunmal keine gemeinnützigen Organisationen sind, sondern auch Geld verdienen müssen.


Menschen hassen den Windwaker wegen der Optik die sie nicht verstehen.

Annekdotenhafte Beweisführung: In meinem Bekanntenkreis kam der Grafikstil bei den Nicht-Hardcoregamern besser an als bei den Pro-Zockern. Im Gegenzug haben viele Zelda-Nerds sich in die Hose gemacht vor Angst, dass ihnen die Eier abfallen, wenn sie dabei gesehen werden wie sie ein Spiel mit “Kindergrafik” zocken.


wieviel griffen denn zu Shadow of the Colossus, und wieviele griffen zu Call of Duty 2 oder weißderTeufelwas. Das war früher absolut anders!

Gute Spiele haben sich auch früher schon beschissener verkauft als die Lizenzscheiße von Ocean in den Achtzigern. Glauben dass das eine “moderne Krankheit” wäre, kann man nur wenn man die Vergangenheit mit Nostalgie betrachtet. Looking Glass ist Pleite gegangen weil sich deren Spitzentitel so scheiße verkauft haben…

Abgesehen davon: Schau mal wieviele Spiele von Colossus und Killer7 beeinflusst werden. Das ist ein Faktor, den man auch nicht vergessen darf.


Und Spiele mit Vision wie bspw. Killer 7, die ein Großteil der Konsumenten nicht begreifen kann sind einfach finanziell nicht tragbar…

Spiele die ein Großteil der Kunden nicht begreift waren noch nie tragbar. Der Massenmarkt erlaubt es Firmen das Geld zu verdienen sie trotzdem in Angriff zu nehmen ohne befürchten zu müssen, dass einen das Spiel in den Ruin treibt.

Wenn es je ein Beyond Good & Evil 2 gibt, dann nur weil es Michel Ancel schafft mit einem anderen Spiel so viel Geld zu verdienen, dass ihm Ubisoft da freie Hand lässt, auch auf die Gefahr hin damit weniger Geld zu verdienen. So läuft Kapitalismus nunmal. Auch wenn es nicht schön ist.


aber ob mir die Wandlung gefällt kann ich nicht unebdingt sagen, ich würde sogar eher verneinen und sehne mich zurück nach den Anfängen…

Klar, früher waren die Dinge cooler weil die Szene noch kleiner war, weil die Dinge noch neuer waren. Aber wir sind auch abgebrühter. Es ist nicht mehr so leicht uns erfahrene Gamer zu überzeugen. Aber zurücksehnen?

Diese “Früher war als besser”-Attitüde finde ich vielleicht so grässlich, weil ich US-Comics lese. Da kannst du sehen was passiert, wenn die Szene sich abschottet, weil die “da draußen” alles kaputt machen würden, was mal gut war. Du bekommst eine inzestuöse Szene ohne neuen Zufluss. Eine Szene die ihren eigenen Schwanz frisst und langsam an sich selbst zugrunde geht.

Derweil geschehen Außerhalb dieses hermetisch abgeriegelten Kosmos jede Menge coole Dinge, die sogar bei der breiten Masse Erfolg haben. Das will man bei den Hardcorelesern nur nicht wahr haben, weil man Angst hat, dass einem die Abgrenzug verloren geht, man seine Nerd-Identität verlieren könnte.

Gerade den Text nochmal gelesen… ich entschuldige mich für die teilweise fürchterliche Satzstruktur und die Tippfehler. War dann wohl doch ‘n bisschen spät gestern.

@Björn: Warum sollte denn jemand ein Spiel veröffentlichen, von dem von vornehrein klar ist, daß es sich nicht gut verkauft. Den Teil würde ich noch ganz gerne erklärt haben.

Außerdem, ich meine, Indie-Projekte an Konsolen (PC wieder bewußt ausgeklammert) und Indie-Projekte auf Leinwand/Zelluloid/Papier sind zwei verschiedene Dinge. Schon allein weil man für letzteres keine Lizenz braucht um es veröffentlichen zu dürfen bzw. weil es nicht wie bei Nintendo ein “Content-Comitee” gibt - IMO ne’ riesige Hürde.

“Eine gesunde Industrie, mit einem Fuß im Mainstream, ist in der Lage solche Randprodukte mitzuschleifen.” - wollen wir hoffen es passiert auch so… ich weiß nicht, ich finde einfach zuviele Parallelen zum Atari-80er Crash. Daher vielleicht meine Angst… wenn jetzt “Telespiele” mit Gottschalk wiederbelebt wird, dann steht uns auf jeden Fall die Apokalypse bevor - aber mit dieser RTL2 Gamershow und GameOne ist das vielleicht schon passiert. Ich weiß es nicht…

Aufhalten kann ich es sowieso nicht, und Dinge werden ihren Lauf nehmen - aber das hier niemand zumindest denkt das es auch schief gehen kann was da draußen gerade passiert, verwundert mich dann doch etwas.

Und nochmal @Diki: Atari-Shirts in London kaufen = stilvoll/cool, Pac-Man-Shirts im New Yorker einer deutschen Kleinstadt kaufen = Untergang des Abendlandes.

Warum sollte denn jemand ein Spiel veröffentlichen, von dem von vornehrein klar ist, daß es sich nicht gut verkauft. Den Teil würde ich noch ganz gerne erklärt haben.

Warum soll denn jemand ein Spiel veröffentlichen, von dem von vornherein klar ist, dass es sich nicht gut verkauft wenn es die Massentitel und die Partygames nicht geben würde?

Du scheinst zu denken, vielleicht lese ich deinen Kommentar da aber auch falsch, dass es mehr “kleine und alternative” Titel geben würde, wenn nicht die bösen Spieleblockbuster a la Medal of Blood: Earned in Heroes 4 ihnen das Geld/ die Ladenfläche/ die Kundschaft wegfressen würden.

Ich sehe das anders: Ein Spiel wie Killer7 spricht immer nur eine Minderheit der Gamer an. Egal ob es nun Guitar Hero gibt oder nicht. Wenn die Minderheit ausreicht um die Produktionskosten wieder reinzuholen. Gut. Wenn nicht, dann wird das Experiment eingestellt.

Wenn eine Firma aber Verluste kompensieren kann, weil sie das Geld über andere Spiele reinholt, dann wird sie eher gewillt sein ein Risiko einzugehen als wenn die ganze Zukunft des Unternehmens von diesem Spiel abhängen würde. Da wird dann der Casual-Gamer-Markt relevant.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass goße Unternehmen sich in Zukunft kleine “Prestigestudios” halten, die einen Nischenmarkt ansprechen, die aber immens wichtig sind um dem Mainstream neue Impulse zu geben und die als “Farmteams” für gute Programmierer, etc. wirken werden. So wie das im Studiosystem Hollywoods, bei Buch-, Platten- und sogar Comicverlagen läuft.

Warum sollten da gerade Videospiele eine Ausnahme bilden?


bzw. weil es nicht wie bei Nintendo ein “Content-Comitee” gibt - IMO ne’ riesige Hürde.

Da kenne ich mich nicht so aus, aber wieviele Spiele hat das Comitee denn abgelehnt? Mit der Konkurrenz durch Sony und Microsoft dürften das nicht mehr so viele sein. Ich kann mir auch, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass Nintendo sagt: “Ieh. Das ist uns nicht Mainstream genug, da verweigern wird die Lizenz.”


ich weiß nicht, ich finde einfach zuviele Parallelen zum Atari-80er Crash. Daher vielleicht meine Angst… wenn jetzt “Telespiele” mit Gottschalk wiederbelebt wird, dann steht uns auf jeden Fall die Apokalypse bevor - aber mit dieser RTL2 Gamershow und GameOne ist das vielleicht schon passiert. Ich weiß es nicht…

Mitte der Neunziger gab es grässliche Gamingshows bei Sat1 und Play-Time-TV auf RTL II. Videospiele gibt es immer noch, obwohl das ein Grund gewesen wäre das Hobby gesetzlich zu verbieten. GIGA haben wir auch überlebt und Game One auf MTV überstehen wir auch.

Beim Atari-Crash der Achtziger vergisst du etwas. Wir haben derzeit keine Konsolenflut wie in den frühen Achtzigern und wir haben keinen zerstörerischen Preiskrieg. Die Industrie ist ja nicht ins Taumeln geraten weil plötzlich zu viele Non-Nerds ins Boot kamen.

Außerdem: Wie sehr hat der Atari-Crash denn die Industrie zerstört? Der US-Markt ist weggebrochen, was für die Beteiligten unfein war. Trotzdem: Die Achtziger haben den Aufstieg des C64 erlebt, mit einigen bis heute revolutionären Titeln, und vier Jahre nach dem Crash hatten Nintendo und Sega den Konsolenmarkt für sich erobert und sogar in den USA den Siegeszug angetreten.


- aber das hier niemand zumindest denkt das es auch schief gehen kann was da draußen gerade passiert, verwundert mich dann doch etwas.

Die Chance das heute nochmal jemand festhält “Videospiele sind nur eine Modeerscheinung”, die halte ich doch für eher gering. Wobei ich nicht ausschließen will, dass der Markt früher oder später in eine Krise rennt. Aber das ist unvermeidbar. Guck dir an wie es derzeit der Musikindustrie geht…

Videospiele haben die Chance sich im Mainstream zu etablieren (respektive, sie haben es schon zum Teil getan… guck dir an wer sich alles ein Wii gekauft hat). Jetzt den Kopf in den Sand stecken und sagen “Bisher ging es auch ohne euch. Änderung bedeutet Risiko, also lieber keine Änderung”, halte ich für kurzfristig gedacht.

Ein Markt der mit sich selbst zufrieden ist und nicht nach neuen Ufern strebt wird früher oder später auch in Probleme geraten. Und aus denen rauszukommen wird um einiges schwieriger.

[...] Ich hoffe Jan hat nichts dagegen, wenn ich mal zur Debatte linke. Vielleicht hat ja der ein oder andere die Diskussion noch nicht gesehen, aber etwas sinniges beizutragen. [...]

“Jetzt den Kopf in den Sand stecken und sagen “Bisher ging es auch ohne euch. Änderung bedeutet Risiko, also lieber keine Änderung”, halte ich für kurzfristig gedacht.

Ein Markt der mit sich selbst zufrieden ist und nicht nach neuen Ufern strebt wird früher oder später auch in Probleme geraten. Und aus denen rauszukommen wird um einiges schwieriger. “

Hmmm… hmm… tja, ich bin vielleicht einfach zu sehr ein Pessimist, und vielleicht wirklich schon zu abgeschottet bzw. zu verkrampft in meinem Denken. Kann nur zu meiner Verteidigung sagen, daß seit PSX-Zeiten Vidgames irgendwie nicht mehr so hinhauen wie früher - und es wird, für mich, irgendwie immer schlimmer - wäre die Frage ob es an mir liegt, oder an den Games. Habe ich mich nicht weiterentwickelt, hat mich die Entwicklung überrollt? Warum machen mir aktuelle Games keinen Spaß mehr? Ich will doch nur das ich wieder so viel Freude dran habe wie früher :(

NERD-CRISIS!

Ranor

Es liegt an dir.
Klingt hart, ist meiner Meinung nach aber so. Ich habe auch früher viel mehr Spaß mit den meisten Games gehabt als jetzt.

Mnemonic

Da geb ich Ranor schon mal recht! Es liegt wirklich an dir! Ich hab die alten Tage auch sehr vermisst, bis ich mir irgendwann die alten Teile mal wieder angeschaut habe! So viel besser war das früher auch nicht. Man behält sich halt nur seine Liebsten in Erinnerung, die man auch heute noch Jedem in die Hand drücken könnte.

Mir fällt es auch schwerer als früher mich den neuen Spielen zu öffnen. Aber trotzdem machen auch die neuen Spiele Spass! Ich denke man sollte das einfach nur mal zulassen. Ich geb dir insofern recht, das der Zauber lange verflogen ist, was wohl (für meinen Teil) an der guten Grafik liegt. Früher spielte noch die Fantasie eine nicht zu unbedeutende Rolle. So ergeht es mir häufig bei neuen Produktionen, wenn die Grafik mich eigentlich in den Sitz bomben sollte, durch die aus dem Arsch gezogenen Animationen aber der Gesamteindruck wieder vollends ruiniert wird!

Und was die Abschottung der Szene anbelangt, haben wir doch alle schon bereits am eigenen Leib erfahren. Aber ich versprechs euch: der nächste Call of Duty wird noch viel fetter als die Teile davor!

Also, ich habe die “alten Teile” gerade wieder für teuer Geld gekauft, und Sonic 2 auf einem riesigen Fernseher mit RGB war nach langer Abstinenz gleichzusetzen mit einem multiplen Orgasmus, und das obwohl ich eigentlich Oblivion spielen könnte/müßte (und das immerhin auch bei maximalen Details in 1600×1200 ohne Ruckler kann).

Übrigens, Spiele die ich früher als Kacke in Erinnerung hatte, machen heute durch mehr Erfahrung und Wissen sogar mehr Spaß und ich weiß “alte Gurken” ganz anders zu schätzen.

Ach, bei mir ist Hopfen und Malz verloren, ich kauf’ mir jetzt Master System-Spiele bei Ebay…

Mnemonic

Wollen wir nicht eine Selbsthilfegruppe gründen, Aulbath?

Jan

Au weia.
Gerade die Wiederholung gesehen. Insgesamt war die Sendung schon eher große Grütze. Pluspunkte für eine einigermaßen ganzheitliche Betrachtung gibt es zwar nach wie vor, in der Form ist das aber ziemlich sinnlos. MTV-typisch so schnell geschnitten, dass keine Einstellung und keine Bemerkung Gelegenheit hat, wahrgenommen zu werden.

Tobias Meißner verursacht bei mir Pickel. Der Typ geht ja garnicht mehr klar. Ständig dieses bedächtige, geschwollene Gelaber. Und wieso greift der sich dabei ständig ans Kinn? Die einzige Gesichtsbehaarung befindet sich bei ihm in Form des ekligen, fusseligen Nerd-Lippenbartes oberhalb der Lochs wo die ganze heiße Luft rauskommt. Die salomonischen Weisheiten die der sich da zusammenspinnt könnte von nem 12-jährigen stammen. Kein Wunder dass er auf Final Fantasy X steht.

@Mnemonic: Ja, eine Art Auffangbecken für ewig Gestrige, sowie mich :)

Mnemonic

Genau! Und wenn ich sterbe, beerdigt ihr mich mit Perfect Dark, Godeneye, Doom II und Halo! Ein Wii darfs dann wegen Zelda auch noch sein! :)