M³ am Sonntag: Penguin-Kun Wars

diesmal vom Fragdieb

titlescreen whoot

Penguin-Kun Wars erschien wahrscheinlich 1985, als Hersteller ist eine mir unbekannte Firma namens UPL Company Ltd. angegeben. Penguin-Kun Wars ist ein typisches Mitte-der-80er Arcadespiel, da es aufgrund mangelnder technischer Möglichkeiten durch das simple, aber packende Spielprinzip überzeugen muss.

gameplay whoot

Wie man hier sieht, ist das Spielprinzip sehr einfach, man übernimmt die Rolle des blauen Pinguins und muss nur alle Kugeln, die bei einem ankommen, postwendend wieder über den Tisch zurückwerfen. Sieger ist der, der am Ende auf seiner Tischseite weniger Kugeln hat. Soweit zum simplen, intuitiven Teil.

enemies whoot

Insgesamt gibt es 4 verschiedene Gegner, das komische gelbe Mäusevieh, den Pandabär, den Koalabär und den braunen Biber. Allesamt könnten so richtig niedlich (und sogar mädchenkompatibel) sein, wenn sich UPL nicht gedacht hätte, dass eine gemeine KI den Spielspass erhöht. Daher lieben es vor allem die späteren Gegner, direkt mit den Kugeln auf den Pinguin zu zielen, der bei einem direkten Treffer kurzzeitig ohnmächtig wird. Da das ganze Spiel auch noch verdammt schnell läuft, kann man bei einer Partie Penguin-Kun Wars auch noch so richtig fluchen, vor allem, da man es nicht durch erhöhten Creditaufwand besiegen kann, Continues gibt es nicht, 2 Sätze einer Partie verloren, und raus bist du. Dafür bedankt sich der süße Pinguin, wenn du ihn zum Sieg steuerst, mit unbändigen Freudenausbrüchen:

won whoot

Schafft man es sogar noch, den Gegner vor Ablauf der Zeit dadurch zu bezwingen, dass man ihn k.o. wirft und alle Kugeln auf seiner Seite platziert, winken kleine gemeine Bonuslevel, wie das aus Sam&Max bekannte “Bratz-das-Vieh” mit Bomben. Sollte bei Ablauf der Zeit der Spiels unentschieden sein, kommt die Draw Game Runde mit der Bombe, die zufällig irgendwann explodiert.

Alles in allem haben die Japaner von UPL es geschafft, ein Spiel zu basteln, dass eine ultraniedliche Optik mit der emotionalen Wirkung von Speedmetal verbindet, sich mal eben für 5 Minuten anschmeißen lässt und mir einfach immer wieder Spaß macht.

8 Kommentare zu 'M³ am Sonntag: Penguin-Kun Wars'

Jan

Cool, danke
hab ich diese Woche ganz vergessen

Fragdieb

wollte nicht schon wieder quängeln, deswegen hab ich mal selber geschrieben. Eigentlich müsste es SM² heißen, wegen dem Sonntag als Erscheinungstermin.

Schettler

Ich glaube das gabs auch für den Gameboy.

Fragdieb

gut möglich, würde stylistisch auf jeden fall zu den üblichen gameboyspielen passen

Fragdieb

okay, jetzt definitv..laut der Mame Game History gibt es von dem Spiel eine NES-Version und eine für den Gameboy, die möglicherweise “King of the Zoo” heisst.

Schettler

Ja das meinte ich. Mensch “King of the Zoo”, ich glaube da war ich in der Grundschule. Das war neben so einem Bruce Lee Spiel das einzige was mein Schulkamerad besaß, der einen Gameboy hatte. Soweit ich mich erinnere hat das wirklich spaß gemacht. Allerdings habe ich damals wirklich jede Scheiße total lange gespielt.

Sonja

Habe das Spiel auf einem Flohmarkt ohne Anleitung erstanden, muss ich den Bällen ausweichen? Das ist doch glaube ich nicht Sinn des Spiels, kann ich sie irgendwie abwehren? Wenn ich mich vor die Kugel stelle werde ich doch umgenietet! Vielleicht gibt mir jemand einen Tipp für jemand der total auf der Leitung steht. Danke im voraus. cu

Fragdieb

doch, du solltest dich tatsächlich nicht von den Kugeln treffen lassen. Entweder du weichst aus und wirfst sie dann zurück, oder du versuchst, die Kugeln, die auf dich zu kommen, mit einer anderen Kugel zu treffen, dann simuliert das Spiel einen halbwegs physikalisch korrekten Zusammenprall, bei dem eine der beiden Kugeln allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit zu dir zurückkommt, also ist Ausweichen doch eher Lösung der Wahl.