M³: Chelnov - Atomic Runner

Chelnov - Atomic Runner

Du glaubst, du seist hart? Du liebst Frustration? Du bist ein so ruheloser Geist, dass du dich nur von Koffeinhaltigem ernährst und für romantische Stunden Merzbow oder Venetian Snares auflegst? Dann ist Chelnov - Atomic Runner genau das richtige Spiel für dich.

Die Story des Spiels wird in der Startsequenz in perfektem Engrish so beschrieben:

“One windy, a disaster occuered, an explosion of nuclear power station. Radioactivity poured over many people. A coal miner Chelnov was along them. He survived the deadly accident, however, he was possessed with an abnormal power. He made up his mind to act in the cause of justice, turning down devilish destarian’s enchanting solicitation. Go ahead and fight! Chelnov, the invincible warrior, Chelnov.”

Das übliche also… Welt retten, wie immer.

Chelnov - Atomic Runner Laufrichtung: nach rechts.

Das Spiel versucht, das Konzept eines horizontal scrollenden Shooters mit dem eines Jump-and-Run zu verbinden. Grundsätzlich rennt Chelnov immer nach rechts, er kann zwar stehen bleiben oder sich umdrehen, aber nicht nach links laufen. Durch das permanente Scrolling gönnt einem das Spiel nie eine Verschnaufpause, Chelnov ist eine einzige dauernde Abfolge von Laufen, Schießen, Springen, Umdrehen und Weiterschießen. Die Steuerung ist anfangs etwas ungewohnt, lässt sich aber durchaus beherrschen. Zusätzlich dazu gibt es viele Gegner, die von allen Seiten kommen und sich gar nicht so dumm verhalten. Sie lassen sich durch gezielte Schüsse oder - in klassischer SuperMario-Manier - dadurch beseitigen, dass man ihnen auf den Kopf springt.

Chelnov - Atomic Runner ein Level geschafft - noch viel zu tun.

Chelnov - Atomic Runner In dieser Welt würde sich Abstract Man wohlfühlen.

Um den Frustraktionsfaktor noch höher zu gestalten, gibt es in den Levels Startpunkte, zu denen man zurückgeworfen wird, wenn man dummerweise irgendeins der vielen schädlichen Objekte berührt hat. Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad besonders bei den Endgegnern enorm, da man sie besiegen muss, ohne selbst einen Treffer einzustecken.

Chelnov - Atomic Runner Aaaah! Ein Drache!

Trotz des extrem hohen Schwierigkeitsgrades macht Chelnov - Atomic Runner Spaß. Wenn man einmal durch die Steuerung durchgestiegen ist und die ungefähren Bewegungsmuster der Gegner raus hat, kann man beeindruckend durch die Levels sprinten und Feinde aus gesprungenen Salti heraus vom Himmel holen. Dann tritt auch der “beim nächsten Versuch schaff ich das” - Effekt auf, der einen auch noch den 30. Anlauf auf einen Endgegner versuchen lässt. Vorsicht allerdings vor Krämpfen in der Hand, nach 2 Stunden Spielen und Besiegen des 3. Endgegners musste ich das Spiel leider abbrechen, da ich um mein Handgelenk fürchtete.

3 Kommentare zu 'M³: Chelnov - Atomic Runner'

Schettler

Dieses Spiel suche ich seitdem ich 15 bin. Leider hatte ich vergessen wie es heißt.
Vielen Dank dafür. Ich glaube es gibt auch eine Mega Drive Version.

Jan

Cool Content!!
schäm
Die Tage werde ich nen (kleinen) Knaller posten, versprochen

Diki

Cooles Spiel. Erstaunlich, dass trotz des gnadenlosen Spielprinzips (Chelnov, the invincible warrior?) kaum Frust aufkommt. Das muss am knuffigen Outfit von Chelnov liegen, oder daran, dass die ganze Trickserei einfach lustig ist. Die Gegner vermitteln kein Gefühl von Bedrohung, die Musik stresst nicht, die Gewaltdarstellung beschränkt sich auf das Verpuffen der Gegner und das Aufblinken Chelnovs, wenn er mal wieder etwas Gefährliches berührt hat. Ich empfinde das als angenehme Abwechslung zu modernen Spielen, die mich mit düsteren Lichtsituationen, hämmernden Soundtracks und Ultra Violence zwar näher an eine (durchaus beeindruckende) Gesamterfahrung bringen, aber das choreographierte Knöpfchendrücken (welches ich doch so mag) an der Schnittstelle von Spieler und Spiel in den Hintergrund treten lassen.

Dass mit den Saltos ist besonders cool, weil der Atomic Runner normalerweise nur geradeaus oder im 45°-Winkel nach oben schießen kann, im Sprung mit Salto jedoch in alle Richtungen, vorausgesetzt, man feuert im richtigen Moment.