Metal Gear Solid 3

Ehrlich gesagt weiss ich nicht so recht, was ich zu Metal Gear Solid 3 schreiben soll. Meine Begeisterung für dieses Spiel die es mich in 3 Monaten 2 mal durchspielen lies (einmal die gezogene US-Version, wenig später die gekaufte deutsche), lässt sich schwer an irgendetwas festmachen oder beschreiben. Ich versuch’s trotzdem. Die Metal Gear Solid Serie ist unzertrennlich ihrem Schöpfer Hideo Kojima verbunden. In ihr manifestieren sich die Perspektive mit der Kojima das Medium Videospiele betrachtet. In der Vergangenheit mit Erfolg ausgezeichnet, hat Kojima inzwischen völlige Freiheit bei Konami, seine Visionen umzusetzen und zu entfalten und so verwundert es nicht, dass er es als einer von ganz wenigen Designern wirklich versteht, die Grenzen dieses Mediums auszuloten, mit ihm und in ihm neue Wege zu beschreiten und zu erforschen was Videospiele sind und was sie können.
Das bisher wichtigste Experiment hierin war Metal Gear Solid 2, ein Spiel das von einer Menge Leuten nicht verstanden wird weil ihnen der Blick für Kojimas Ideen fehlt. Sie betrachten MGS2 so wie jedes andere Actionspiel und fühlen sich einfach nur vor den Kopf gestoßen, wenn das Anfangs harmlose Szenario sich gegen Ende in einen bizarren Zirkus verwandelt, in dem nichts ist wie es scheint. Kojimas erklärtes Ziel hingegen war es, Videospiele als Medium endlich voranzutreiben und eine Geschichte zu erzählen, die so nur in einem Videospiel erzählt werden kann.

In Metal Gear Solid 3 wird mit dem Spieler nicht ganz so hart umgegangen. Die Story ist immernoch abgedreht, enthält aber kaum noch die WTF-Momente aus dem MGS2 Endgame. Stattdessen offenbart sich hier Kojimas Hang zum Perfektionismus und seine Detailverliebtheit. Wer es in MGS2 mochte auf Vogelscheisse auszurutschen, nun, schmeiss mal einem schlafenden Krokodil eine Granate ins offene Maul…
Bemerkenswert ist auch, wie Metal Gear Solid 3 sich auf zwei völlig verschiedene Weisen durchspielen lässt. Wer nun schlicht keinen Sinn für Perfektion oder Details hat, kann das Metal Gear Solid 3 mit freiem Oberkörper in ein Actionspiel auf Rambo-Niveau verwandeln und mit der großen Auswahl an Waffen einfach alles niedermähen was sich bewegt.
Wer jedoch Geduld mitbringt und so vorgeht wie Kojima sich das eigentlich gedacht hatte, perfekt getarnt im Gras an seine Gegner heranschleicht, diese in den Schwitzkasten nimmt und ausfragt, ihnen anschließend Ihre Ausrüstung stiehlt und danach die Kehle durchschneidet und das alles ohnen einen Mucks, wird reich belohnt.

Unvergesslich und eine der intensivsten Spielerfahrungen die ich je hatte, ist der epische Bosskampf gegen The End. Auf drei riesigen Karten hieß es Scharfschütze gegen Scharfschütze. 2 Stunden lang im Gras liegen und auf das Funkeln seines Zielfernrohrs achten. Das Gelände mit Infrarotsichtgerät und Richtmikrofon nach Fußspuren, Atemgeräuschen und Herzklopfen absuchen. War dieser Kampf beim ersten Mal schon ungemein spannend wurde es beim zweiten Durchspielen richtig hart. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, The End sowohl Tarnung als auch Waffe abzunehmen. Für die Waffe musste ich “nur” seine Ausdauer-Leiste dezimieren, um allerdings an seine Tarnung zu kommen galt es, sich von hinten an ihn heranzuschleichen und ihn zu überfallen. Nachdem ich ihn nach einer halben Ewigkeit endlich gefunden hatte, wurde der Wald zu meinem Freund: Es begann zu regnen. The End, auf das Sonnenlicht angewiesen schlief ein, etwa 150 Meter von mir entfernt auf einem kleinen Hügel neben einem großen Findling. Jetzt galt es, mich anzuschleichen, die Spannung war unglaublich. Ich konte nicht laufen, dann hätte er mich bemerkt, also musste ich schleichen, doch der Regen konnte jederzeit aufhören. Zum Glück tat er dass nicht, es goss noch immer in Strömen als ich endlich den Findling erreicht hatte. Keine 2 Meter von mir entfernt lag The End im Gras, inzwischen zwar wieder wach, doch mit seiner Mosin Nagant die entgegengesetzte Richtung absuchend und trotz der kurzen Distanz kaum zu sehen. “Jetzt nur nichts falsch machen“, hämmerte ich mir ein, “vor allem nicht in der Aufregung die falschen Knöpfe in der falschen Reihenfolge loslassen, nicht zu schnell bewegen…“. In dieser Situation schlug mir das Herz bis zum Halse und ich wusste das dies genau der Moment war, auf den Kojima hingearbeitet hat: Ich war Snake, ich stand schweissnass keine 2 Meter hinter The End und gleich würde sich entscheiden, ob die letzte halbe Stunde vergebens war oder nicht.
Ein Druck auf Square, der Lauf meiner M37 schnellt hoch, zielt auf The End. “FREEZE!” Geschafft! Jetzt nur noch vor ihn treten und ein bißchen mit der Knarre fuchteln. Und tatsächlich, nach 2 Versuchen schwingt der alte Mann die Hüften und wirft mir seine Moss-Camo vor die Füße. Langsam schleiche ich wieder hinter ihn, wechsle schnell zur MK22 und raube ihm mit einem Kopfschuss den letzten Rest Ausdauer. Unendlich erleichtert mache ich mich auf den Weg durch den Krasnogorje Tunnel und entspanne mich bei einer hervorragenden Vocal-Version des Titel-Tracks, während ich fünf Minuten lang eine schier endlose Leiter Richtung Bergkuppe emporklettere.

Das war nur der Höhepunkt, doch Metal Gear Solid 3 besteht aus dutzenden solch raffinierter, bis ins letzte Detail durchdachter Momente. Die phantastische Story wird in extrem gut gemachten Zwischensequenzen erzählt, jeder Abschnitt ist voll von Dingen die es zu entdecken gilt, die von vielen leider als langweilig verschrienen Codec-Sequenzen sind gut geschrieben und meistens auch noch gespickt mit Kojimas Humor. Selbst nach zweimaligem Durchspielen, habe ich noch nicht alles gesehen was MGS3 zu bieten hat.
Wieder hat Kojima die Grenzen der Möglichkeiten von Videospielen (Hideospielen?) erweitert: Ein Spiel kann nahtlos nebeneinander oberflächliches Vergnügen und unglaubliche Tiefe bieten, ausserdem ist die Immersion bei richtiger Spielweise so tief wie in keinem Spiel zuvor.


15 Kommentare zu 'Metal Gear Solid 3'
Der dritte Screenshot entfaltet in Kombination mit dem Satz davor eine seltsame Bedeutung; es sieht so aus, als sei das Blutbad die Belohnung, von der Du sprichst ;) (wir wissen natürlich, dass dem nicht so ist).
Obwohl ich MGS3 für ein außergewöhnlich gutes Spiel halte, habe ich echte Probleme mit Deiner Ansicht von “richtiger Spielweise”. Ich erinnere mich gut daran, dass man mit etwas Übung alles andere als Leise mit rauchenden Colts durch die Abschnitte pflügen kann und dafür nicht mehr Versuche respektive Zeit braucht, als bestimmte andere Leute versteckt im Gebüsch verbringen. Leider kann man das auf die Art und Weise nicht spielen, wenn Du in der Nähe bist, weil einem dann den Controller entrissen wird. Der Kojima-Nazi lässt es nicht zu, dass andere Leute ihren Spaß mit dem Spiel haben.
Die intensivste Spielerfahrung für mich war der Abschnitt, in dem Snake sich einen schwer bewachten Berghang hocharbeiten muss. Der Flow hat die Geschichte im ersten Versuch mit Bravour gemeistert und ist dann am letzten Gegner derart gescheitert, dass er den Abschnitt noch einmal spielen musste. Im zweiten Versuch hat er es allerdings nur bis zum vorletzten Gegner geschafft, bevor wieder irgendetwas schief gelaufen ist. Das ging eine ganze Weile so weiter, bis der Flow es am Ende geschafft hat, sich vom allerersten Gegner entdecken und umknallen zu lassen. Das war mit Abstand die schlechteste Sneaking-Performance, die man ohne den Gebrauch eines Clownskostüms zustande bringen kann, und eine eindrucksvolle Demonstration des Frustpotentials, das man diesem Spiel entlocken kann, wenn man nur will ;)
Du hast nicht verstanden was ich mit richtiger Spielweise meine.
tell me
Wenn man durchs Gras robbt statt guns blazing vorwärts zu rennen, funktioniert das Spiel nicht besser, sondern das Erlebnis ist viel intensiver. Und diese Spielweise ist die, die Kojima sich auch vorgestellt hat. Die Rambo-Tour ist, naja, für die ungeduldigen Gemüter.
Und die Stelle in den Bergen ist nicht gerade ein Beispiel dafür. Da hab ich mich einfach in was verbissen.
Sorry, aber Kojima kann mich mal kreuzweise. MGS 3 ist ne (un)spielbare Katastrophe, von hinten bis vorne. Und dieses “wenn man es so spielt, wie es gewollt ist” das praktisch jeder MGS-Verfechter sagt, wenn er sein Spiel verteidigen will, ist naiv hoch zehn. Vorallem isses witzig, dass MGS 3 weil es von Kojima kommt, von Außen betrachtet wirklich super ist und eben halt mal ein Metal Gear ist, als gottgleich dargestellt wird. Klar, ich kann mir ja vorstellen, dass einige die auch Ahnung von Spielen habe, Freude daran hatten… aber die sind sicherlich in der Unterzahl. Denn wenn man es so sieht, ist MGS 3 entweder ein Totalausfall oder eine Spinnerei eines Designgotts.
Ach, scheiß drauf, hab eigentlich keinen Bock mehr, mich wieder über MGS 3 zu ärgern :)
Is btw witzig, dass man sich durch eure Bestenlisten wieder in Themen reinsteigert, mit denen man eigentlich schon zu viel Zeit vergeudet hat, die einem schon zu viel graue Haare verursacht haben und die eigentlich schon längst abgeschlossen waren. Wenn du mal gucken willst, was ich vor nem halben Jahr zu MGS 3 geschrieben hab, dann klick du hier: http://www.gamejudge.de/index.php/741614a9251421a0183350fff9665c29/5_0/M_SHOW_REVIEW/189095_833_1/c9521aa2//Metal_Gear_Solid_3_Playstation_2_review_test.html
is allerdings ein klassischer Spieletest, direkt ausm Reviewbaukasten. Gute Nacht, noch!
Unspielbar ist es wirklich nicht; die Kamera ist gewöhnungsbedürftig, aber alles in allem fand ich das ganze sehr komfortabel spielbar. Die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, aber im Endeffekt sehr effizient und präzise.
Das, was sich Kojima vorgestellt hat, ist vielleicht nicht immer das Beste, was einem Spieler passieren kann. Das Tarn-System ist schon ein sehr seltsames Spiel-Element: Um weniger leicht entdeckt zu werden, ist nichts weiter nötig, als ein paar Menüpunkte durchzuklicken, wobei das ganze weder zeitkritisch ist noch vom Spieler irgendeine Denkleistung verlangt (die jeweils aktuellen Tarnwerte der verschiedenen Anzüge werden ja angezeigt). Das ganze ist also eher müssig. Es ist unwahrscheinlich, dass Kojima dieses Element in so einem durchdachten Spiel unbeabsichtigt eingebaut hat - es stellt sich also die Frage, was er damit beabsichtigt hat. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er dem geneigten Tarnkappen-Spieler damit kräftig auf die Nerven gehen möchte. Das kann man natürlich positiv als Steigerung des Schwierigkeitsgrades auslegen.
Ich glaube, das ist ein ganz gutes Beispiel dafür, auf welche Art und Weise das Spiel manchmal funktioniert; es strahlt einen gewissen Charakter aus. Deshalb kann ich das gut verstehen, wenn man mit dem Spiel (trotz toller Grafik, Steuerung, Gameplay und Story) einfach nicht klarkommt.
Irgendwie neige ich bei Spielen immer dazu die Spielweise zu wählen, die bei geringster Anstrengung den meisten nutzen bringt.
Bei MGS2 bin ich auch die ganze Zeit an den Gegnern vorbei gerannt.
Das gute an Ninja Gaiden z.B. ist ja, dass es nur bei großer Anstrengung großen Nutzen gibt.
MGS ist einfach nichts für ungeduldige.
Aber Splinter Cell 1 (!) ist was für Ungeduldige? Das mochte ich nämlich sehr gerne.
Aber MGS 3 als “gut spielbar” zu bezeichnen grenzt an Nichtwissen oder Schönrederei. Das Spiel hat exakt die Steuerung von 1998 (!), als der erste Teil erschien. Um sich zu Bücken muss man noch immer zwei, drei Mal ne Taste drücken, wenn man nur an einem Gegenstand streift, dann lehnt sich Snake schon wieder daran an. Der Wechsel in die Ego-Perspektive dauert zu lange und um vorsichtig vorgehen zu können, müsste man diesen lahmen Wechsel dutzende Male in der Minute machen. Die lächerlichen Neuerungen (der ganze Survival-Kram), die man teilweise eingehen muss sind entweder sinn- oder nutzlos, und nerven eigentlich nur… aber ja, nach Außen hin hört sich das toll und innovativ an und genau deswegen is der Scheiß drin. Außerdem kann man sich in der Ego-Perspektive nicht bewegen, es gibt keinen richtigen Radar mehr, beim Zielen hat man keine Hilfen mehr, usw. usf.
Aber ja, MGS 3 is ganz toll spielbar. Ein Krampf isses, mehr nich. Ich hasse Spiele bei denen die Entwickler einen Scheiß drauf geben, wie es sich am Ende spielt und ob “integrierte” Features überhaupt Sinn machen und das Gameplay bereichern. In dieser Beziehung haben Kojima und Co mit MGS 3 an allen Ecken und Enden versagt.
Man mag ein Spiel oder man mag es nicht. Danach sucht man sich Gründe die die eigene Position rechtfertigen.
Du hasst das Spiel, ok, damit kann ich leben, aber dieses oder jenes Feature prinzipiell abzulehnen ist unfair. Die neuen Elemente von MGS3 als sinn-/nutzlos zu bezeichnen, wirft die Frage auf, worin denn der Sinn oder Nutzen von Metal Gear Solid überhaupt besteht.
Wenn du ihn darin siehst, so zu sein wie MGS2 oder gar Splinter Cell, muss ich dir zustimmen. Allerdings solltest du dann auch lieber bei MGS2 oder Splinter Cell bleiben.
Kojima zu unterstellen er gäbe “einen Scheiss” auf irgendwelche Aspekte von Metal Gear Solid zeugt von Ignoranz; kaum ein Spiel ist so bis ins letzte durchdesignt wie Metal Gear Solid 3.
Für eine ernsthafte Auseinandersetzung bin ich immer gern zu haben wenn meine Zeit es zulässt, MGS3 aus persönlichem Missfallen als “unspielbare Katastrophe” zu bezeichnen und so zu tun, als seinen die Fans dieses Spiels in der Minderheit ist allerdings schon Gamers.com Niveau und auf dem Level zu diskutieren, dazu hab ich echt keine Lust.
Wir sind wohl beide unwissend und ignorant.
Hab wie gesagt eh keine Lust mehr wegen MGS3 rumzugiften.
in dem Sinne,
schönen Abend noch
Ja ja, dieses Board ist zwar schon etwas angestaubt, aber ich will trotzdem den Senf dazugeben, den dieses Spiel verdient hat: Für mich ist “MGS3″ das beste Spiel auf der ja schon betagten PS2. Ich habe es wirklich bis zum vergasen gezockt, insgesamt 2mal auf Easy, 3mal auf Normal, 3mal auf Hard…Ja, man kann mich jetzt für einen verrückten halten, aber bei jedem weiteren Durchgang wird die Story schlüssiger, das Erlebniss im Dschungel spannender, man bemerkt immer mal wieder einige neue Details und schlussendlich macht es einfach einen Heidenspass die Gegner auf eine noch innovativere und andere Weise ins Nirvana respektive ins Koma zu schicken. Hideo Kojima hat es wirklich geschafft ein ausserordentliches Spielerlebniss zu schaffen das gleichzeitig Mainstream ist, aber dennoch den Aspekt der künstlerisch anmutenden Unterhaltung wiederspiegelt. Besonders die BossFights zählen zu den packensten, wenn nicht sogar besten Kämpfen die je über den Bildschirm geflimmert sind.
ich kann auch die Gamer verstehen die für dieses Spiel einfach zu ungeduldig sind. Das perfekte Beispiel ist mein Bruder: Allein schon zusehen zu müssen wie er alles niederballert was auch nur ansatzweise bewegungsfähig ist treibt jemanden wie mir, der den Sinn dieses Spiel verstanden hat, die Tränen in die Augen. Stundenlang könnte ich ihn würgen diesen banausen….Er ist wohl der typische EgoShootBallermannHeini, der es nicht sehen kann wenn sich anderes künstliches Leben in seiner Nähe aufhält. Leider sind solche Gamer die dieses Meisterwerk auch so spielen wie es sich Kojima-San gedacht hat, wirklich nur noch seltenheit. Traurig auch das sich ein jemand wie Snake einem solch banalen vergleich mit Splinter Cell stellen muss. Auch ich zockte SC durch, in der Hoffnung etwas ähnlich komplexes und spannendes wie MGS zu finden…
Doch ich fand nur einige langweilige Stereotypen, eine fadenscheinheilige Pathostriefende Story, ein schlecht kopiertes Spielprinzip und den verweis darauf, das Tom Clancy (Der Amerikanische Patriot-Act in der Autorenszene) die lahme “USA-Rettet-Mal-Wieder-Die-Welt- Story geschrieben hat. Von “geschrieben” kann wohl gar keine Rede sein, bei so etwas redet man wohl von folgender These: Als der superreiche Herr Clancy mal wieder morgens verkatert aufwachte (es gab mal wieder ein Buch- Release, das 22 in diesem Quartal) viel ihm nach einem ordentlichen Bierschiss wohl ein, das er ja noch für diese komischen Franzmänner (in diesem Falle Ubisoft) einen total super dufte Story schreiben sollte, mit allem drum und dran. Dann greifte er in seinen -Terroristen-versuchen-Welt-zu-unterjochen- Bausatzkasten und zimmerte folgende Drei Elemente zusammen:
A) Ein super cooler Megaheld mit unglaublichen kampfeinsatz
(Oh, wir haben hier den drei-Tage-Bart vergessen, wirkt dann cooler und reifer)
B) Eine Story die dem Spieler verklickern sollte das NUR er (ja du bist gemeint, supercooler Frauenverschlingender MegaPimp am Pad) die WELT RETTEN kann/muss/will/tut/….
C) noch ein bisschen dramaturgischer Kitsch eingestreut, ein wirklich Böser Terrorchef und voila´, die nächste Millionen ist verdient….
…Halt….dachte sich Mister Red Rabbitt, es fehlt noch ein Motiv für die Terroristen….In genau diesem Moment dachte Herr Clancy an die verdorbenen Muscheln die er gestern vertilgt hatte (sie waren doch so lecker und dazu noch Gratis GRATIS GGRRAATIISS) , das Buch das er noch zuende schreiben sollte (”Billie und die Klonosaurier gefangen in der Matrix”, ein Meisterwerk das darauf hinausläuft das es mit Tom Cruise verfilmt wird) und schon erbrach er sich über seinen Bestseller-Baukasten….Noch halb benommen vom 50 prozentigen Verlust seiner Körperflüssigkeiten sah er in diesem matschigen etwas vor sich das Motiv der Terrorteletubbies und knallte es 30 Minuten später den verantwortlichen von Ubisoft auf den Tisch. Diese wunderten sich zwar über den Geruch von Herr Clancy´s Chicks Terminator T-Shirt, aber egal, das kann nur ein Hit werden dieses bekotzte etwas, und schwups verkauft sich diese Serie mit undurchdachter Story, minimalisierter Spieldichte und lahmarschigen Missionsdesign millionenfach….
Hach ja, denkt jetzt bitte nicht wir wären hier auf Buchbesprechungssite, ich will lediglich nur einen kleinen Vergleich zwischen MGS und Splinter Cell aufstellen. Leute die Splinter Cell toll finden: Bitteschön, viel Spass damit, Friede sei mit euch
Leute die MGS nicht verstehen: Spielt Splinter Cell.
Denn selten erlebt man es deutlicher, das dort jemand versucht hat etwas schlecht zu kopieren, auch wenn ein MGS und ein Splinter Cell natürlich auch von vielen Hunderten Elementen kopieren.
Und auch ich zähle zu den Leuten, die ihre Hoffnung darauf aufbauen, das “Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots” eine ähnliche kleine Revolution auslösen wird wie es “Metal Gear Solid” damals auf der PSX geschafft hat. In diesem Sinne
Ein treuer Hideo Kojima Fan
na der typ über mir schreibt ja Splinter Cell ganz schön runter…wobei er recht hat…MGS3 ist wirklich ein tolles Spiel, das man unbedingt gezockt habn muss..
Selten habe ich mich über einen Kommentar so herrlich schlappgelacht, weicht zwar etwas vom Thema ab, aber unglaublich lesenswert…man beachte die Muschel-Terrorristen- Assoziation.
Herrlich sach ich da nur..Gruss
Donnidarkpad
tja…ich muss sagen, dass ich mir alle kommentare durchgelesen hab und es sehr amüsant fand.ich bin natürlich ein totaler MGS3 und allgemein MGS befürworter.hab den 3. teil zwar erst letztens durchgespielt, da ich immer nur ab und zu meine extremen zock-phasen hab, muss aber sagen ,dass ich total begeistert bin.die story ist so mitreißend ,dass man nachts,wenn man doch mal schläft…oder es versucht,an nichts anderes mehr denken kann und am ende doch wieder die PS2 anmacht.ich bin von der komplexität und dem sinn fürs detail sehr überzeugt.der splinter cell diss hat mich sehr angesprochen ,weil ich im grunde genau so denke…
time paradox
Punkto Gameplay habe ich bei MGS 3 eigentlich nur ein Problem(das ich aber hier loswerden muss), wer schon mal die Krokodilkappe von dem Felsen erfolglos zu holen versuchte und sich x-mal die Beine brach, wird mich vielleicht verstehen.
Der Punkt ist nicht einmal das Jonglieren auf den Seilen sondern(und das ist etwas Frustrierendes) der Übergang vom Baum zum Seil. Leider hat man diesen so programmiert, dass Snake am Rande des Baumes(wo das Seil angebunden ist) in einen “Springmodus” geht, besser gesagt anstatt seinen Fuss auf das Seil zu setzen, kniet er nieder und dann kann man nur noch auswählen, wo man gerne auf den Boden platscht. Ein kleiner Makel an einem ansonsten so schönem Spiel.
So das wars auch mit Kritik. Ansonsten schliesse ich mich absolut der Mehrheit an. Ich hab selten sinnvolle Tastenverteilung gesehen, die so viele taktische Möglichkeiten bietet und trotzdem nicht verwirrt. Ausserdem hat es einen grossen Wiederspielwert, man kriegt viele Gegenstände, die man sinnvoll oder sinnfrei in einem neuen Durchlauf ausprobieren kann. Die Geschichte wage ich hier gar nicht erst zu erwähnen, da sie sehr originell und auf eine Weise erzählt wird, der mein Beitrag nicht gerecht wäre.
“Who are the patriots?”