Physics Envy
Flamebait, aber schmunzeln musste ich trotzdem.
What went wrong with humanities academia? From my position, I can only attribute it to a severe and debilitating case of physics envy. Humanities academics no doubt feel awed and belittled by the success of their colleagues in science; and so, like desperate cargo cultists, they have mimicked the form and procedure of the sciences, without understanding that what is necessary in one field is entirely meaningless in the other.
They bandy about “theories”, which give their works an air of meticulousness and precision, but in truth these are poor parodies of scientific theories. A scientific theory is a model of reality, induced from precise and repeated observations of evidence, formally stated, testable, falsifiable, and with useful predictive power. A “literary theory” is just, like, your opinion, man. When you know the theory of gravity, you know not only why an object falls to the ground, but also how fast it will fall and how hard it will hit; and you know this for any object and any ground in the universe. When you know “reader-response theory”, you just know what some guy thinks about books.
— http://plover.net/~bonds/physicsenvy.html
Bring it on.


3 Kommentare zu 'Physics Envy'
Stimmt schon irgendwie. Das oft vorhandene Vorbeigerede in den Sozial- und Geisteswissenschaften ist meiner Ansicht keine Seltenheit mehr.
Der Artikel bezieht sich ja in erster Linie auf Literaturwissenschaftler und Musikwissenschaftler, die vertreten, dass man in diesen Disziplinen verifizierbare Ergebnisse erzielen und mit diesen normative Standpunkte rechtfertigen könnte. Das ist durchaus kritisierbar.
Die Vorstellung, dass die Theoriebildung in jedem Bereich analog zu der in den Naturwissenschaften verlaufen sollte, gibt es eigentlich schon länger nicht mehr. Soziale Phänomene sind meist sehr viel komplexer als natürliche und können auch nicht analog behandelt werden.
Ob es relevanter ist zu wissen wie sich ein fallendes Objekt verhält oder wie ein Text auf einen Leser wirkt, hängt halt sehr von den persönlichen Präferenzen ab.
Der Unterschied zwischen Naturwissenschaften und Wissenschaften die sich mit dem Verhalten von Menschen beschäftigen (mal so ganz grob formuliert), ist einfach der, dass in den Naturwissenschaften die “menschliche Natur” nicht beachtet werden muss (siehe das fallende Objekt), während die anderen sich über menschliche Natur, menschliches Problemlösungsverhalten etc. sehr viel Gedanken machen müssen.
Man kann sich dies eigentlich sehr schnell selbst erschließen und auf solche Prestige-Diskussionen verzichten, denn im Endeffekt weiß man ja nur what some guy thinks about humanities academia.